Wiener Börse: OMV fängt größere ATX-Verluste ab

24. Februar 2011, 18:46
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Weitgehend ruhiger Handel - Banken, Telekom schwach

Wien - Die Wiener Börse hat am Donnerstag mit etwas schwächeren Notierungen geschlossen. Der ATX fiel um 5,39 Punkte oder 0,19 Prozent auf 2.862,60 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund drei Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.860 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York -0,19 Prozent, DAX/Frankfurt -0,89 Prozent, FTSE/London -0,00 Prozent und CAC-40/Paris -0,04 Prozent.

Nach einem schwachen Start konnte der Markt einen Großteil seiner Verluste bis Handelsschluss wieder aufholen. Der Aktienhandel verlief dabei Marktteilnehmern zufolge weitgehend ruhig. Institutionelle Investoren dürften laut Händlern kaum aktiv gewesen sein. "Der Markt ist derzeit vor allem vom Future-Handel getrieben", sagte ein Aktienhändler. Sollte die Situation in Nordafrika und im Nahen Osten nicht weiter eskalieren, rechnet er für die kommenden Tage mit einer leichten Erholung in Wien.

Starke Nachfrage und Unterstützung für den ATX gab es am Donnerstag vor allem bei der OMV. Die Aktie stieg um 2,91 Prozent auf 30,95 Euro und konnte damit einen Teil ihrer Vortagesverluste wieder wett machen. Am Mittwoch hatte die OMV in Reaktion auf die vorgelegten Quartalszahlen und angesichts der Produktionsausfälle in Libyen noch massiv nachgegeben. "Es gab zuletzt einige Empfehlungen, denen zufolge die Verluste übertrieben waren. Die Aktie könnte sich bald wieder bei 32 Euro finden", meinte ein Händler.

Kapsch TrafficCom gesucht

Gesucht waren auch Kapsch TrafficCom und stiegen um 2,70 Prozent auf 68,45 Euro. Unter den größeren Gewinnern fanden sich auch die Versorger. Verbund stiegen um 3,37 Prozent auf 28,37 Euro und waren damit der Tagesgewinner im prime market. EVN legten nach der Vorlage von Quartalszahlen 1,73 Prozent auf 11,74 Euro zu. Der niederösterreichische Energieversorger hat im ersten Quartal 2010/11 seine Ergebnisse stärker als von Analysten erwartet gesteigert.

Größere Abgaben gab es in den beiden Bankenwerten. Raiffeisen fielen um 1,19 Prozent auf 42,71 Euro. Erste Group büßten 1,31 Prozent auf 38,00 Euro ein. Unter den weiteren Indexschwergewichten fielen Telekom Austria um 1,34 Prozent auf 10,32 Euro. Mehrere Analysten hatten ihre Kursziele für die Aktie in Reaktion auf die vorgelegten Ergebnisse der Telekom revidiert. Goldman Sachs hat das Kursziel von 12,3 auf 11,9 Euro gesenkt und die Einstufung "neutral" beibehalten. Die Deutsche Bank hat ihr Telekom Austria-Kursziel von 10,80 auf 9,90 Euro revidiert und bestätigt die Empfehlung "hold".

Größter Verlierer im prime market waren Sparkassen Immobilien mit einem Minus von 4,70 Prozent auf 4,76 Euro. Rosenbauer verloren 2,52 Prozent auf 35,99 Euro.

Die zehn größten Kursgewinner

1. OTTAKRINGER GETRÄNKE AG ST +19,98 Prozent

2. VERBUND AG KAT. A +3,37 Prozent

3. RHI AG +3,21 Prozent

4. OMV AG +2,91 Prozent

5. KAPSCH TRAFFICCOM AG +2,70 Prozent

6. LINZ TEXTIL HOLDING AG +2,27 Prozent

7. ATRIUM EUROP.REAL EST.LTD +1,87 Prozent

8. EVN AG +1,73 Prozent

9. WARIMPEX FINANZ- UND BET. AG +1,66 Prozent

10. DO&CO RESTAURANTS&CATERING AG +1,56 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer

1. SPARKASSEN IMMOBILIEN AG -4,70 Prozent

2. A-TEC INDUSTRIES AG -4,43 Prozent

3. S&T SYSTEM INT.&TECH. DISTR.AG -3,56 Prozent

4. ROSENBAUER INTERNATIONAL AG -2,52 Prozent

5. AGRANA BETEILIGUNGS-AG -2,25 Prozent

6. POLYTEC HOLDING AG -2,23 Prozent

7. INTERCELL AG -1,82 Prozent

8. VIENNA INSURANCE GROUP AG -1,39 Prozent

9. TELEKOM AUSTRIA AG -1,34 Prozent

10. ERSTE GROUP BANK AG -1,31 Prozent (APA)

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