Israel fliegt schwerste Angriffe auf Gaza seit 2009

24. Februar 2011, 14:02
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Nach Raketenangriff auf israelische Wüstenstadt

Tel Aviv/Gaza - Nach einem Raketenangriff auf die israelische Stadt Beersheva hat Israels Luftwaffe in der Nacht auf Donnerstag zahlreiche Ziele im Gazastreifen bombardiert. Eine israelische Militärsprecherin bestätigte, es seien die schwersten Angriffe in dem palästinensischen Gebiet seit dem Gaza-Krieg vor gut zwei Jahren.

In der Wüstenstadt Beersheva war am Mittwochabend erstmals seit zwei Jahren eine Rakete des Typs "Grad" eingeschlagen. Sie traf einen Haushof, die nebenan lebende Familie wurde jedoch nicht verletzt, weil sie nach Raketenalarm einen Schutzraum aufgesucht hatte.

Militante Palästinenser hatten die Rakete abgefeuert, nachdem israelische Soldaten im Grenzbereich einen Palästinenser getötet und elf weitere verletzt hatten. Die Armee feuerte während des Vorfalls eine Panzergranate auf eine Gruppe von Aktivisten der radikalen Gruppierung Islamischer Jihad.

"Terrorzentrum" war Ziel

Ziel eines ersten Beschusses war laut israelischer Militärführung eine "Gruppe von Terroristen im nördlichen Gazastreifen", später seien "Terrorzentren" an der Mittelmeerküste bombardiert worden. Angaben zu Opfern der Angriffe machte die Armee nicht. Die israelische Regierung wies der Hamas, die den Gazastreifen kontrolliert, die Schuld für den Beschuss zu. Augenzeugen berichteten, in der Nacht hätten israelische Kampfjets und Hubschrauber immer wieder Ziele im Gazastreifen attackiert. Es habe eine kriegsähnliche Atmosphäre geherrscht.

Die 200.000-Einwohner-Stadt Beersheva liegt etwa 40 Kilometer von der Grenze zum Gazastreifen entfernt. Nach Angaben der Armee wurden ihre Einwohner vor dem Angriff gewarnt, so dass sie sich in Schutzräume flüchten konnten. Nach dem palästinensischen Raketenangriff zeigte das israelische Fernsehen Bilder eines großen Bombenkraters und eines zerstörten Hauses. Zuletzt war Beersheva im Jahr 2009 angegriffen worden, als Israel eine Offensive gegen den Gazastreifen führte, in der mehr als 1400 Palästinenser getötet wurden.

Am Mittwoch waren bei Kämpfen zwischen der israelischen Armee und radikalen Palästinensern im Gazastreifen ein Palästinenser getötet und weitere zehn verletzt worden. Ein israelischer Panzer hatte östlich der Stadt Gaza nahe der Grenze zwischen dem palästinensischen Gebiet und Israel das Feuer auf militante Aktivisten der Organisation Islamischer Jihad eröffnet. Zuvor hatten Palästinenser israelische Panzer mit Mörsergranaten angegriffen. (APA)

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