Ölpreis: Brent treibt Richtung 120 Dollar

24. Februar 2011, 14:31
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Goldpreis legt weiter zu

Wien - Der Ölpreis hat am Donnerstag angesichts der Unruhen in Libyen seinen jüngsten Höhenflug fortgesetzt. Gegen 14 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im August 101,80 Dollar und damit 3,77 Prozent mehr als am Mittwoch. Der WTI-Ölpreis notiert nun erstmals seit Oktober 2008 über der Marke von 100 Dollar.

Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde am Nachmittag mit 115,41 Dollar gehandelt. Der Brent-Ölpreis war im Tagesverlauf zeitweise auf 119,79 Dollar je Fass und damit den höchsten Stand seit August 2008 gestiegen.

Marktteilnehmer führten die Ölpreisanstiege auf die Unruhen im Nahen Osten und Nordafrika und die Ölproduktionsausfälle in Libyen zurück. "Viel wird nun davon abhängen, wie die OPEC auf diese Entwicklung reagiert", schreiben die Analysten der Commerzbank.

Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.414,50 Dollar und damit höher zum Mittwoch-Vormittags-Fixing von 1.401,25 Dollar. Angesichts der drastisch gestiegenen Ölpreise stufen die Commerzbank-Analysten die Goldpreis-Anstiege aber als moderat an. "Ein Hemmschuh dürfte die bereits luftige Höhe sein, denn das Rekordhoch von knapp 1.431 Dollar je Feinunze ist in greifbarer Nähe", schreiben die Commerzbank-Analysten. Zudem fehle derzeit die Nachfrage durch physische Unterstützung. (APA)

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