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Rom - Die in Rom tagenden Innenminister der EU-Mittelmeerländer haben sich am Mittwoch für die Einrichtung eines europäischen Solidaritätsfonds zur Bewältigung von Flüchtlingskrisen ausgesprochen. Die Innenminister von Italien, Zypern, Frankreich, Griechenland, Malta und Spanien, die auf Einladung der Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi in Rom tagten, forderten weiters die Einführung eines europäischen Asylsystems. Sie drängten die EU, eine Partnerschaft mit jenen nordafrikanischen Ländern aufzubauen, die sich um politische und wirtschaftliche Reformen bemühen.
"Wir erwarten, dass sich auch die anderen EU-Ländern unserer Forderung nach einem gemeinsamen europäischen Asylsystem anschließen. Wir brauchen eine gemeinsame europäische Strategie punkto Asyl, weil die tausenden Menschen, die nach Italien flüchten, nach Europa wollen", erklärte der italienische Innenminister Roberto Maroni auf einer Pressekonferenz nach dem Treffen in Rom. Angesichts des "humanitären Notstands", der bis zu 300.000 Migranten an die Küsten der Mittelmeerstaaten bringen könnte, sei das Engagement aller EU-Staaten erforderlich. Diese humanitäre Krise könne nicht nur auf den Mittelmeerländern lasten, sagte Maroni.
"Wir bereiten uns vor, die Flüchtlinge aufzunehmen, wir können diese Last aber nicht allzu lange Zeit allein tragen. Die EU muss helfen", erklärte Maroni. Seit Beginn der Krise in Nordafrika seien 6.300 tunesische Flüchtlinge in Italien eingetroffen. Das Innenministerium habe alle Regionen Italiens beauftragt, Möglichkeiten zur Unterbringung der Migranten zu finden. (APA)
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