Illegal eingereiste Journalisten als Verbrecher betrachtet

23. Februar 2011, 19:47
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Vize-Außenminister Kaim: "Wir betrachten sie als Unterstützer von Al-Kaida und als Verbrecher"

Libyens Vize-Außenminister Chaled Kaim hat "illegal" ins Land gereisten Journalisten mit harten Maßnahmen gedroht. "Es gibt Journalisten, die illegal eingereist sind, und wir betrachten sie als Unterstützer von Al-Kaida und als Verbrecher", sagte Kaim am Mittwoch vor Reportern in Tripolis. "Wir sind nicht verantwortlich für deren Sicherheit", fügte er hinzu und drohte mit Festnahmen, sollten die Journalisten nicht mit den Behörden kooperieren.

Libyen habe Teams der Sender CNN, Al Arabija und der arabischen BBC erlaubt, ins Land zu kommen, sagte Kaim. Einen CNN-Korrespondenten, der "illegal" eingereist sei, forderte er auf, sich unverzüglich seinem Team anzuschließen. Andernfalls werde er festgenommen.

Kaim sagte zudem, dass das Terrornetzwerk Al-Kaida in der nordöstlichen Stadt Derna bereits ein Emirat unter Führung eines ehemaligen Gefangenen des Lagers Guantanamo errichtet habe. Die Islamisten verfügten bereits über einen Radiosender und würden das Tragen der Burka befehlen. Sie hätten Menschen erschossen, die nicht hätten kooperieren wollen. Bewohner von Derna sagten Journalisten vor Ort jedoch, dass diese Ausführungen falsch seien. (APA)

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