Die Welt von ForscherInnen erspielen

23. Februar 2011, 19:06
20 Postings

Tipp: Das komplexe Wissenschaftsspiel "Power of Research" vermittelt von der Arbeit in Forschungsprojekten

Wien - Am Mittwoch ist das europaweite Wissenschaftsspiel "Power of Research" offiziell gestartet worden. Das kostenlose Strategie-Browsergame ermöglicht es den SpielerInnen, zum ersten Mal in die Rolle eines naturwissenschaftlichen Forschers bzw. einer Forscherin zu schlüpfen. Das Spiel, das weder Vorwissen benötigt noch eine Installation erfordert, wird von der Europäischen Kommission gefördert und von fünf NobelpreisträgerInnen unterstützt.

Bei "Power of Research" geht es darum, Forschungsprojekte zu absolvieren, indem in Teamarbeit mit anderen SpielerInnen Mikroskopie-, Proteinisolierungs- und DNA-Aufgaben gelöst werden. Dabei muss erfolgreich mit modernstem Equipment und LabormitarbeiterInnen geplant werden, um das Ziel zu erreichen. Bei erfolgreicher "virtueller" Publikation und damit steigender Reputation im Spiel, winken den SpielerInnen zahlreiche Wissenschaftspreise und Institutionsposten. Entscheidende Faktoren dabei sind Kommunikation und Kollaboration aber natürlich auch der Wettbewerb mit anderen Instituten und Forschergruppen um das beste Forschungsergebnis.

Vermittlung und Interesse

Das Spiel wird von der Europäischen Union im 7. Rahmenprogramm für Forschung gefördert, um einerseits vor allem die junge europäische Bevölkerung für das Thema Wissenschaft und Forschung zu interessieren und um andererseits mögliche Forscherkarrieren als nachvollziehbar und erreichbar darzustellen. Neben aktuellen wissenschaftlichen Inhalten, die durch eine virtuelle Bibliothek und reale wissenschaftliche Bilder vermittelt werden, sollen auch europäische Forschungsinstitute und Universitäten den SpielerInnen näher gebracht werden.

Tim Preuster, Chefentwickler und Geschäftsführer der TPM Games GmbH, der schon das Politikspiel "Power of Politics" entworfen hat, erwartet nach dreijähriger Entwicklungszeit aufgrund der innovativen Spieloberfläche und der herausfordernden Spielinhalte eine schnell wachsende Spielercommunity, "die Sprachbarrieren überwindet und Europa wieder ein Stück näher zusammen bringt". Iris Grünert, Projekt-Koordinatorin und Geschäftsführerin von biolution, betonte, dass wichtige wissenschaftliche Inhalte im Spiel so spannend und unterhaltsam verpackt seien, dass der Spaßfaktor bei der Auseinandersetzung mit komplexen biomedizinischen Themen nicht verloren gehe. (red)

  • Screenshot aus "Power of Research"
    screenshot: power of research

    Screenshot aus "Power of Research"

Share if you care.