US-Börsen: Unternehmenszahlen aus zweiter Reihe im Fokus

24. Februar 2011, 22:46
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Ölpreis bewegt sich in Handelsspanne von zehn Dollar - Target und Newmont Mining mit Bilanz

New York - Die New Yorker Aktienbörsen haben am Donnerstag überwiegend mit schwächeren Kursen geschlossen. Der Dow Jones Industrial Index sank den dritten Tag in Folge und verlor 37,28 Punkte oder 0,31 Prozent auf 12.068,50 Einheiten. Der S&P-500 Index gab 1,30 Punkte (minus 0,10 Prozent) auf 1.306,10 Zähler ab. Der Nasdaq Composite Index erhöhte sich hingegen um 14,91 Einheiten oder 0,55 Prozent auf 2.737,90 Zähler.

Die zahlreich vorgelegten Konjunkturdaten von den Arbeits- und Immobilienmärkten sowie aus der Industrie konnten kein klares Bild vom aktuellen Zustand der US-Volkswirtschaft zeichnen. Während die Daten vom Arbeitsmarkt über den Erwartungen ausfielen, trübte sich die Lage am Immobilienmarkt kräftig ein. Die Zahl der verkauften Eigenheime gab im Jänner um 12,6 Prozent nach, erwartet worden war ein Rückgang von 7,3 Prozent.

Abseits von Konjunkturdaten bietet der Ölpreis dieser Tage viel Gesprächsstoff an den Märkten. Doch Kursbewegungen wie heute sind beim "schwarzen Gold" nicht alltäglich. Sowohl die Nordseesorte Brent als auch das US-Öl WTI wurden in einer Spanne von rund zehn Dollar gehandelt. Während die Preise im Frühhandel noch kräftig stiegen, ging es am Abend steil bergab. Die Ölwerte in New York notierten dementsprechend im Minus, Exxon Mobil verloren 1,26 Prozent auf 85,97 Dollar.

Während es von den meisten Schwergewichten an der Wall Street ruhig blieb, warteten einige Unternehmen aus der zweiten Reihe mit Quartalszahlen auf. So machte die zweitgrößte US-Einzelhandelskette Target ihre Zahlen zum vierten Quartal publik. Der Nettoüberschuss legte um elf Prozent auf 1,04 Mrd. Dollar zu, was ein Ergebnis von 1,38 Dollar je Aktie bedeutet. Obwohl Analysten im Vorfeld mit 1,39 Dollar je Titel gerechnet hatten, stiegen die Aktien um 3,46 Prozent auf 52,00 Dollar.

Zwar konnte der Minenkonzern Newmont Mining mit seinen Zahlen für das Schlussquartal 2010 die Prognosen übertreffen, allerdings fiel der Ausblick enttäuschend aus. Demnach wird die Goldproduktion im laufenden Jahr unter dem Vorjahresniveau liegen, zulegen wird man aber auf der Kostenseite, hieß es. Die Aktien wurden an der Börse im Folgenden gemieden und rutschten um 7,36 Prozent auf 54,76 Dollar ab.

Den Technologieindex Nasdaq Composite zogen vor allem die Titel des Online-Reiseveranstalters Priceline.com nach oben. Sie kletterten nach einem positiven Ausblick und robusten Zahlen um 8,53 Prozent auf 462,34 Dollar hoch. Der Konzern sieht den Gewinn im ersten Quartal zumindest bei 2,34 Dollar je Aktie und damit höher als Analysten berechnet hatten. Auch das abgeschlossene letzte Jahresviertel überzeugte die Anleger.

Im Leitindex Dow Jones drückten die schwachen Papiere von Hewlett-Packard (minus 3,26 Prozent auf 42,17 Dollar) und Procter & Gamble (minus 1,71 Prozent auf 63,05 Dollar) den Index spürbar nach unten . Auf der Gewinnerseite setzten sich General Electric mit plus 1,03 Prozent auf 20,58 Dollar an der Spitze fest. Einen Sprung um 6,43 Prozent auf 9,10 Dollar machten die Aktien des Chipherstellers Advanced Micro Devices (AMD). Apple hatte bekanntgegeben, in seinem neuen MacBook Pro Grafikchips des Konzerns zu verwenden. (APA)

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