Im Nahen Osten lagern die meisten Ölvorräte

23. Februar 2011, 15:59
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Hamburg - Die Länder des Nahen und Mittleren Ostens sind das Tanklager der Welt. Nimmt man noch Nordafrika dazu, lagern hier nach Daten des Ölmultis BP mehr als 60 Prozent der weltweiten Ölreserven. Allein Saudi-Arabien verfügt über rund 20 Prozent der Ölvorräte; allerdings sind die Daten nicht von unabhängiger Seite überprüft und werden von Experten gelegentlich angezweifelt. Sollten die Unruhen auf Saudi-Arabien übergreifen, ist nach Einschätzung von Fachleuten mit extrem steigenden Preisen zu rechnen.

Das Land ist mit einem Anteil von 12 Prozent auch der zweitgrößte Ölförderer nach Russland. Weitere wichtige Beiträge zur weltweiten Ölversorgung liefern der Iran (5,3 Prozent) sowie Irak, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate mit jeweils 3,2 Prozent. Aus Nordafrika kommen jeweils 2,0 Prozent aus Libyen und Algerien. Insgesamt produzieren die arabische Region und der Maghreb mehr als 35 Prozent allen Öls weltweit.

Aus Libyen haben bereits Ölkonzerne ihre Belegschaften zurückgeholt und die Produktion heruntergefahren. An den Ölmärkten befürchten die Öl-Händler einen Domino-Effekt, falls die gesamte Region von Unruhen und Bürgerkriegen erfasst wird. Eine Achillesferse für die internationale Ölversorgung ist auch das dichte Netz von Öl-Pipelines im Nahen Osten ebenso wie der Suezkanal, durch den erhebliche Mengen Öl nach Europa transportiert werden. (APA)

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