Wiener Innenstadt

Neues Designhotel in der Wiener City

23. Februar 2011, 13:44
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    foto: apa/unternehmensgruppe lenikus

    So wird das Hotel in der Wiener Innenstadt aussehen.

Projektvolumen 11 Mio. Euro - 33 Zimmer auf insgesamt neun Stockwerken - Weitere Hotels geplant

Wien - Mit dem ersten Hotel der Wiener Unternehmensgruppe Lenikus wird Anfang 2012 ein weitere Luxusherberge in der Wiener Innenstadt eröffnet. Das Hotel soll Architektur, Design und zeitgenössische Kunst in einem vereinen und sich so von den Mitbewerbern deutlich unterscheiden, betonte der Geschäftsführer der Lenikus-Gruppe, Martin Lenikus, in einem Pressegespräch am Mittwoch. Bei Planung und Gestaltung soll auf den Wien-Bezug großer Wert gelegt werden. Dafür holte die Gruppe den Innenarchitekten Michael Manzenreiter an Bord, der unter anderem schon die Feststiege der Wiener Oper neu gestaltete.

An der Ecke Kramergrasse-Lichtensteg wird am neuen "Vier-Sterne-Superior"-Hotel seit Jänner gebaut. Das Projektvolumen beträgt 11 Mio. Euro. Die Außenfassade wird von den Wiener BWM Architekten gestaltet. Besonders auffällig: Die ovalen Fenster. Die insgesamt 33 Zimmer, die sich auf neun Stockwerke verteilen, sollen von Manzenreiter nach dem Vorbild der Wiener Salons der 1920er und 1930er-Jahre gestaltet werden.

"Wir wollen, dass unser Gast, wenn er in der Früh aufwacht, weiß, dass er in Wien ist", betonte Lenikus bei der Vorstellung seines Konzepts. Solche Hotels gebe es in Wien bisher kaum und daher sei trotz der stetig wachsenden Konkurrenz noch genügend Platz für sein Designhotel. Auch was die Hotelzimmerpreise in Wien betrifft, hätte man noch lange nicht die Preisobergrenze - im internationalen Vergleich gesehen - erreicht.

Dass ein nur 33 Zimmer großes Hotel nicht alleine wirtschaftlich rentabel ist, sei klar. Aus diesem Grund sind laut dem Geschäftsführer bereits weitere Lenikus-Hotels in Wien in Planung. Ein zweites stehe unmittelbar vor Baubeginn, sagte Lenikus. Es wird ebenfalls in der Innenstadt entstehen. Zudem würden diese Hotels als Niedrigenergiehaustypen gebaut werden. Durch den Einsatz von modernsten Techniken könnten dann circa 25 Prozent der Heizkosten sowie 60 Prozent der Klimatisierungskosten eingespart werden.

Speziell hervorgehoben wurden heute auch die Service-Leistungen. So soll im Zimmerpreis für den Gast die Mitgliedschaft im "Privileged Club" integriert sein. Gäste können dann Freunde oder Bekannte ins Hotel in einen Salon einladen, eine Lounge steht 24 Stunden bereit und die Minibar ist kostenlos. Zu haben ist eine Nächtigung ab 200 Euro.

Lenikus ist eine Wiener Unternehmensgruppe, die sich laut eigenen Angaben auf vier Geschäftsfelder spezialisiert hat: Immobilien- und Stadtentwicklungsprojekte, Obst-und Weinbau - und jetzt auch Designhotels. Das Unternehmen wurde 1989 gegründet. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 61
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wogir83
00
21.5.2012, 09:13

wie wird ein unrentables hotel rentabel, wenn man ein zweites hotel woanders erreichtet?

Georg Scholz
00
19.4.2011, 13:27

Gefällt mir gut! Das sage ich in Wien nur von wenigen Neubauten.

Darüberhinaus wünsche mir einen Büro-Tower mit Terrassen und bepflanzter Fassade. Google-Bildersuche nach "green tower": Diesbezüglich hat Wien nichts zu bieten.

Edain
00
Um einmal dieser Phrase entgegenzutreten

"Stillstand ist der Tod jeder Stadt."

Grundsätzlich ist das ja richtig. Aber ob bei einem Ensemble wie der Wiener Innenstadt zwanghafte Modernisierung sinnvoller ist als Konservierung, die Bewahrung einer wunderschönen (als so empfunden von Millionen Österreichern und Touristen) Stadtlandschaft, darf schon hinterfragt werden.

Keine Frage, die Baulücken, die in den 60ern mit graubraunen Blöcken gefüllt wurden, drängen sich gerade auf, mit moderner, guter Architektur gefüllt zu werden. Aber insgesamt sollte das Gesamtbild doch möglichst erhalten bleiben - in 200 Jahren wird es noch viel weniger Gässchen und Straßen aus dem 19. Jahrhundert geben, der immaterielle Wert solcher Grätzel wird immer größer.

rohrspatz
00
25.2.2011, 11:31
hab ja gewusst,

dass mich das ding an ein anderes projekt erinnert....
http://www.architizer.com/en_us/pro... wer/19956/

Emil Sacklinger
 
00
24.2.2011, 13:48
erinnert mich an einen modischen papierkorb

aus den achtziger jahren.

(na ja, geschmäcker sind eben verschieden)

yournamehere
 
00
24.2.2011, 12:46
Eine Marktlücke!

Innen im Stil der 20er und 30er jahre, aussendesign modern.
und dazu ein hubba-bubba-schriftzug im stil der 80er.

muppetbasher
00
24.2.2011, 09:44
Die Innenstadt schaut eher wie ein Museum aus.

Wenn das Haas-Haus nicht wär.
Und jetzt ein kleiner schweizer Käs!

waterpistolriot
00
24.2.2011, 09:19

auch wenn ich persönlich das Design als schiach empfinde: Bewunderung hat man sich dafür schon verdient, dass der Bauplatz gefühlte 10m²groß ist.
Gut, 10m² sind jetzt untertrieben...

packer favre
02
24.2.2011, 09:03
Architektur

Endlich mal wieder richtige zeitgemäße Architektur in der Stadt, diese austauschbaren Objekte sind ja manchmal nicht mehr zu ertragen. Wien stand immer für Neues !! Ich finde es sehr interessant.

amrum1
00
24.2.2011, 07:27
endlich mal was neues

Ich finds gut. Endlich mal was neues, frisches. Architektur ist ja nichts totes, wird sich also immer weiterentwickeln. Es hat in jeder Epoche Leute gegeben die sich gegen die damalige moderne Architektur gesträubt und diese als abstossend und hässlich empfunden haben. Wollen wir wirklich das Wien in der Sissi-Franzl Ära stecken bleibt nur um ein bestimmtes Klischee zu bedienen? Eine moderne Stadt zeichnet sich dadurch aus das zeitgemässe Kunst und Architektur stattfinden darf. Ich würde in so einem Hotel 10x lieber übernachten als in einem alten verstaubten Kasten. Die Lage ist für einen Touristen sowieso top.

kingcycle
00
24.2.2011, 09:07
Erinnert frappant an ein Hotel in Tokio

vor 35 Jahren..

Christoph Karl Steininger
42
24.2.2011, 04:15
Grauenhaft!

So ein Block mitten in der Innenstadt. Wo er überhaupt nicht hineinpasst!

ehklass
00
24.2.2011, 17:08
Ich muß den Ästheten eine niederschmetternde Mitteilung machen: Alt-Wien war einmal neu

schon Karl Kraus hat sich mit solchen Argumenten herumgeschlagen...

hans graucher
01
24.2.2011, 09:33

Das hat man über die Entwürfe von Adolf Loos und Otto Wagner seinerzeit auch gesagt.

Eine Stadt wie Paris zB, in der es ja auch nicht an alt-ehrwürdigen bauten mangelt, zeigt wunderbar auf, wie man schöne alte Gebäude mit moderner Avantgarde vereinen und dennoch ein homogenes, attrakties Stadtbild erhalten kann.

Bleibt abzuwarten ob einem alles gefällt, ich würde mich aber nicht a priori neuen Ideen gegenüber versperren

coldturkey
01
24.2.2011, 08:44

Die Innenstadt ist kein Museum, sondern war über die Jahrhunderte immer wieder auch optischen bzw. baulichen Veränderungen unterworfen. Diskussionen hat es immer schon gegeben (siehe Bau der Staatsoper), aber letztlich hält Veränderung gerade auch eine Stadt jung und lebendig. Und so manche Wiener Sehenswürdigkeit (siehe nochmals die Staatsoper) gäbe es nicht hätten sich immer die Nörgler, Zweifler und "Bewahrer" durchgesetzt.

die nette Schlaftablette
00
24.2.2011, 00:33
na servas...

...a schwoaza schweizer käsblock mittn in da city. lol

wienerberger
14
24.2.2011, 00:12
rein mit zeitgemäßer architektur

wien muss endlich wieder die chancen entdecken, welche die zeitgenössische architektur zu bieten hat.
wien torkelt immer noch zwischen falsch verstandenem assambleschutz und disneylandarchitektur herum

Ergates faber
01
24.2.2011, 02:03
Die "Chancen" müssen Sie mir erläutern!

Ich glaube, daß der Anteil an Menschen, die nach Wien kommen um Betonklötze und Stahl-Glas-Konstruktionen zu sehen verschwindend gering ist im Vergleich zu jenen, die sich die schönen alten Fasaden ansehen möchten.
Für Sie ist vielleicht die eine oder andere Architektur-Studentenreisegruppe wichtig, den Wienern als Ganzes aber sicher die Touristen, die mir dann erzählen wie schön es doch ist hier mit den verzierten Fronten und den (im Vergleich) niedrigen Häuser. Man erfreut sich daran nicht in Häuserschluchten herumlaufen zu müssen in denen der Himmel nur in einem kleinen Ausschnitt über einem zu sehen ist.
Das abgebildete Bauwerk würde auf den Mond passen.

wienerberger
00
24.2.2011, 16:42
fahren sie mal nach london, paris oder amsterdam usw

es geht ja nicht darum, die innenstadt ganz abzureißen, aber spannung in der architektur sind nicht nur für studentengruppen interessant.

der mix macht die ganze sache interessanter, und es wird dort ja nicht grad ein toll behübschtes gebäude aus dem klassizismus abgerissen.

jetzt kommt mal für 100 jahre das ding hin, un wer weiß, was sich die architekten dann einfallen lassen.

dieses gebäude wird ganz sicher spannung erzeugen, aber die touristen werden die zusammenstellung von alt und neu sicher besser zu schätzen wissen, als die wiener, das ist gewiss.

u heute verkauft sich wien auch sehr gerne über alfred loos zb, und hebt euch mal die zeitschriften von damals aus, da steht nicht viel anderes drinnen, als hier im forum.

656731
00
24.2.2011, 10:29
Architektur soll sich also nur nach dem

Tourismus richten? Meinen sie das ernst?

Und übrigens, wenn eine Stadt glaubt Museum sein zu müssen ohne Stadt zu bleiben (und dazu gehört auch zeitgenössigsche Architektur) dann bleiben auch die Touristen irgendwann aus.

rossgoschn
22
23.2.2011, 23:35
"Wir wollen, dass unser Gast, wenn er in der Früh aufwacht, weiß, dass er in Wien ist"

Hundstrümmerln im Foyer?
Kette-rauchende Jugos im Treppenhaus?
Ein Kebap-Stand in der Lobby?
Zimmer im Gürtel-Substandard-Stil?
Keine Parkplätze in Hotelnähe?
Dauerbaustelle zwischen CAT und U-Bahn?
...

Ergates faber
00
24.2.2011, 01:54
Genial...

Danke! :oD

656731
10
24.2.2011, 10:30
Darüber können sie lachen ?

iohui
32
23.2.2011, 23:12
dunkelgrau.

ja sicher.
was sonst.
dunkelgrau.
es muss dunkelgrau sein.
das schmutzt nicht so in deiner dreckigen großstadt. es ist von haus aus schmutzfarbig. da kannst putzen was du willst, es wird nie einladend und freundlich ausschaun.

wieviel schmerzensgeld kriegen die leute vis a vis die diesen deprimierenden anblick tagtäglich ertragen müssen?

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