Mehr als die Hälfte mit Wirtschaftspolitik unzufrieden

23. Februar 2011, 12:26
4 Postings

Linz - Lediglich 15 Prozent der Österreicher glauben, dass die Bundesregierung die richtigen Maßnahmen für die Entwicklung der Wirtschaft setzt. Das ist das am Mittwoch veröffentlichte Ergebnis einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts market. 60 Prozent der Teilnehmer waren mit der Politik unzufrieden, ein Viertel machte keine Angabe. Die Mehrheit wünscht sich mehr Einsatz für Pensionen, Arbeitsplätze und das Gesundheitssystem.

Fast zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten gehen von einer gleichbleibenden Wirtschaftsentwicklung in den kommenden zwei bis drei Monaten aus, 23 Prozent sahen diese aufwärtsgehen, sieben abwärts. Für den drohenden Stillstand machten die Österreicher die Regierung verantwortlich. Selbst SPÖ- und ÖVP-Wähler zeigten sich mehrheitlich unzufrieden (41 bzw. 42 Prozent).

market hat 400 Teilnehmer, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren, am 16. und 17. Februar telefonisch interviewt. Bei der Frage, was die wichtigsten Zukunftsthemen für Österreich seien und wofür sich Politik und Gesellschaft besonders einsetzen sollten, rangierten gesicherte Pensionen und das Schaffen und Sichern von Arbeitsplätzen mit je 79 Prozent an der Spitze. Die Erhaltung des derzeitigen Gesundheitssystems (75 Prozent) und eine klare Regelung der Zuwanderung (74 Prozent) waren den Menschen ebenfalls sehr wichtig. Knapp über 70 Prozent präferierten "Förderung der Familien", "Die Umweltqualität erhalten" und "Sparsamer Umgang mit Energie".

Großen Einsatz beim Einsparen bei den Staatsausgaben wünschten sich 70 Prozent der Befragten, zwei Drittel priorisierten die Schul- sowie die Verwaltungsreform und den Abbau von Bürokratie. Freien Hochschulzugang sahen hingegen nur 24 Prozent als vordringlich an, Forschung und Innovation zu unterstützen war immerhin 62 Prozent wichtig. Mehr Kinderbetreuungseinrichtungen unterstützte etwas mehr als die Hälfte der Testpersonen. Am allerwenigsten (4 Prozent) wurde - wenig überraschend - eine Steuererhöhung als wünschenswert gesehen. (APA)

Share if you care.