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Facebook: Zentrum der Protestbewegung
Zu ihrer eigenen Sicherheit fordern Aktivisten und Demonstranten in den arabischen Ländern mehr Schutz von Facebook. Um ihre Bewegung zu organisieren und die Massen im Web zu erreichen, nutzen sie - sofern zugänglich - bevorzugt das weltgrößte Social Network. Seit die von Ägypten ausgehende Protestwelle auch Libyen erfasst hat, sind sie jedoch zunehmend mit Gewalt konfrontiert. Aus Angst vor politischer Verfolgung bitten die User um die Wahrung ihrer Anonymität in dem Netzwerk. So erlauben Facebooks Regeln die Nutzung der Plattform nur unter Angabe ihrer wahren Identität. Daher fordern sie das Portal auf: "Entfreundet die Diktatoren!".
In der Rolle des Protestnetzwerks hat sich Facebook bisher in Zurückhaltung geübt. Die Betreiber der Community hüten sich gerade in politischen Konfliktsituationen davor, Partei zu ergreifen. Unter Federführung der "globalen Bewegung für digitale Freiheit" Access Now bitten die Demonstranten Facebook jedoch darum, die eigenen Richtlinien zu überdenken - womöglich, um Leben zu schützen. Sie wollen Zugang zu dem Portal, ohne eine Identität angeben zu müssen, was in grobem Widerspruch zu Facebooks bisheriger Userpolitik steht.
"Schatzkiste für Diktatoren"
Die Aktivisten um Access Now gehen davon aus, dass Befürworter der Demokratiebewegung in den Krisenregionen aufgrund der bestehenden Facebook-Regeln ins Visier der autokratischen Regierungen geraten können. Der Nonprofit-Organisation zufolge ist die Plattform nicht nur ein revolutionäres Werkzeug, um politischen Wandel zu katalysieren. Darüber hinaus bildet Facebook eine "Schatzkiste für Diktatoren", die ihnen ermöglicht, ihre Gegner aufzuspüren und zu identifizieren.
Zwar besteht durchaus die Möglichkeit, Facebook schlichtweg nicht zu nutzen und auf andere - anonymere - Kanäle im Social Web auszuweichen. So können sich User bei Twitter mit Pseudonymen anmelden und Foren oder Blogs ohne Identifikationszwang für die Mitglieder verwenden. Facebook hat mittlerweile jedoch eine zu zentrale Rolle in der globalen Kommunikation eingenommen, schreibt Cnet. Nicht grundlos bildet das Portal mitsamt seiner Massen-Community den Kern der Protestbewegung im Web. So dient es den Aktivisten nicht nur als Organisationstool, sondern auch als Medium zur Berichterstattung an den Rest der Welt. (pte)
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Gab es eigentlich schon jemals einen Fall, wo ein verfolgter Demokratieaktivist von Facebook gesperrt wurde, weil er nicht seinen richtigen Namen angegeben hätte?
Diese Streiterei ist eine typische Haarspalterei unter Juristen, nur diesmal wirklich komplett unnötig, da es ja nichtmal um Gesetze geht sondern um Nutzungsbedingungen - FB steht es natürlich frei, seine Nutzungsbedingungen so auszugestalten wie es will (innerhalb eines gewissen Rahmens), und wenn es sich entscheidet, in bestimmten Fällen die Einhaltung dieser Bedingungen nicht so streng zu prüfen oder nicht zu ahnden, so ist das genauso deren Sache.
Glaubt irgendwer, dass die darauf verzichten nur um ein paar Menschenleben in einem Land zu retten, welches finanziell kaum etwas zu den Facebook-Milliarden besteuert?
Die Wahrheit ist traurig, dennoch muss man ihr in's Gesicht sehen.
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