Nur 15 Prozent finden Wirtschaftspolitik der Regierung richtig

23. Februar 2011, 09:52
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Sogar rote und schwarze Stammwähler unzufrieden

Linz - Wenn Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und sein Vize Josef Pröll (ÖVP) gefragt werden, was denn die große Koalition vorweisen könne, weisen sie gerne auf ihre erfolgreiche Anstrengung, die Wirtschaftskrise zu bekämpfen, hin. Das Wahlvolk sieht das laut einer aktuellen Umfrage ganz anders.

Lediglich 15 Prozent der Österreicher glauben, dass die Bundesregierung die richtigen Maßnahmen für die Entwicklung der Wirtschaft setzt, lautet das Ergebnis einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts market. 60 Prozent der Teilnehmer waren mit der Politik unzufrieden, ein Viertel machte keine Angabe. Die Mehrheit wünscht sich mehr Einsatz für Pensionen, Arbeitsplätze und das Gesundheitssystem.

Auch SPÖ- und ÖVP-Wähler nicht zufrieden

Fast zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten gehen von einer gleichbleibenden Wirtschaftsentwicklung in den kommenden zwei bis drei Monaten aus, 23 Prozent sahen diese aufwärtsgehen, sieben abwärts. Für den drohenden Stillstand machten die Österreicher die Regierung verantwortlich. Selbst SPÖ- und ÖVP-Wähler zeigten sich mehrheitlich unzufrieden (41 bzw. 42 Prozent).

market hat 400 Teilnehmer, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren, am 16. und 17. Februar telefonisch interviewt. Großen Einsatz beim Einsparen bei den Staatsausgaben wünschten sich 70 Prozent der Befragten, zwei Drittel priorisierten die Schul- sowie die Verwaltungsreform und den Abbau von Bürokratie. Freien Hochschulzugang sahen hingegen nur 24 Prozent als vordringlich an, Forschung und Innovation zu unterstützen war immerhin 62 Prozent wichtig. Mehr Kinderbetreuungseinrichtungen unterstützte etwas mehr als die Hälfte der Testpersonen. Am allerwenigsten (4 Prozent) wurde - wenig überraschend - eine Steuererhöhung als wünschenswert gesehen. (APA/red)

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