Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Die Umbauarbeiten für das neue Fünf-Sterne-Haus stachen am Ring lange ins Auge. Jetzt kündigte Shangri-La die Verträge.
Wien - Die Hotelkette Shangri-La, die am Wiener Schubertring ein Fünf-Sterne-Hotel betreiben wollte, ist völlig überraschend abgesprungen. Das bestätigte Thomas Jakoubek, Chef der BAI - ein Bauträger, der zur Immobilienstiftung der früheren Bank Austria gehört - dem STANDARD. Die BAI hat das Objekt entwickelt und einen 30 Jahre laufenden Pachtvertrag mit Shangri-La unterzeichnet.
Vergangenen Freitag wäre der Übergabetermin für das Hotel gewesen, in zwei Monaten sollte eröffnet werden. Doch die Vertreter von Shangri-La kamen nicht nach Wien. Am Montag schickten die Hongkonger Hotelbetreiber dann ein Kündigungsschreiben. Das ist auch insofern erstaunlich, als Shangri-La bereits mehr als 100 Mitarbeiter aufgenommen hat. Bis auf acht sind nun alle gekündigt.
Haus ist betriebsfertig
Während des aufwändigen Umbaus war immer wieder von statischen Problemen zu hören. Man hätte das Hotel (mit 207 Zimmern plus Präsidentensuite) am Freitag eröffnen können, alles war fertig, sagt dagegen Jakoubek. Die BAI habe sich jedenfalls abgesichert: Nachdem von Shangri-La niemand kam, wurden Gutachter beauftragt, die feststellten, dass das Haus betriebsfertig sei.
Jakoubek hofft, dass mit Verhandlungen noch eine Einigung erzielt werden kann. Schließlich gebe es aufrechte Verträge. Über ein Worst-Case-Szenario will er nicht spekulieren. Branchenexperten sagen, in solchen Fällen treffe man sich üblicherweise vor Gericht. Wenn kein Kündigungsgrund vorliegt, folge zumeist ein Schadenersatzprozess.
BAI bleibt vorerst Eigentümer
Interessantes Detail: Mit der Übergabe an Shangri-La wäre die Immobilie in das Eigentum der Privatstiftung der Familie Flick übergegangen. Mehr als hundert Millionen Euro hätte die 2001 vom inzwischen verstorbenen Industriellen Friedrich Karl Flick und seiner Frau Ingrid gegründete Stiftung für das Palais-Hotel gezahlt. Nun bleibt die BAI Eigentümer.
Auch Spitzenkoch Joachim Gradwohl (Ex-Graben-Meinl) muss sich mit dem Platzen des Deals neu orientieren. Er hätte das Gourmetrestaurant des Hotels führen sollen und war zuvor monatelang in Asien unterwegs gewesen, um den Stil von Shangri-La vorab zu studieren.
Schon einmal hat sich die asiatische Kette in Europa verspekuliert, ist aus Branchenkreisen zu hören: Die Filiale in Paris sei mit nur 70 Zimmern für ein Hotel dieser Kategorie "um ein Eckhaus zu klein" geraten, habe nach jahrelangem Umbau aber um "hunderte Millionen" zuviel gekostet. (Claudia Ruff, Severin Corti, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 23.2.2011)
UPDATE: Personalvermittler übernimmt
Laut eigenen Angaben will sich nun der international tätige Personalvermittler BlackRock der 180 gekündigten Shangri-La-Mitarbeiter annehmen. Geschäftsführer Christian Schweinzer gibt sich zuversichtlich, ihnen noch im Februar gleichwertige Stellen anbieten zu können. Mit Shangri-La stehe man bereits in Kontakt, so Schweinzer in einer Aussendung. (red)
Nachlese
Luxuriös gebettet für eine Nacht oder zwei
Norbert Winkelmayer und John Hitchcox im Gespräch über ihr kürzlich eröffnetes Designhotel "Sans Souci" in Wien
Im März eröffnet ein drittes neues Luxushotel in der Wiener City. Ein erster Blick in das neue "Palais Hansen Kempinski" am Schottenring
Wiens Hotelmarkt ist mit Abstand der attraktivste in Österreich. Da offenbar noch Luft nach oben ist, ist die Stimmung in der Branche positiv
Investorengruppe um Oliver W. Braun, Günther Kerbler und Johann Kowar übernimmt Häuser in Wien, Baden, Prag und Brünn
Das kleine Hotel in einer winzigen Baulücke am Hohen Markt wurde auf der Fachkonferenz "hotelforum" ausgezeichnet - Weiteres Austro-Hotel auf der Shortlist
Das 1910 eröffnete und 2008 rundumsanierte "Palace Hotel" im slowenischen Seebad Portorož, heute ein Kempinski, steht zum Verkauf
Die ersten drei von insgesamt 17 Luxuswohnungen im künftigen Hotel Kempinski in Wien sind verkauft. Die teuerste ging um 6,8 Millionen Euro weg
Warimpex und UBM wollen das einst höchste Hotelgebäude Europas abstoßen, ein Käufer wurde noch nicht genannt
Das Palais Hansen am Wiener Schottenring, erbaut vom gleichnamigen Ringstraßen-Architekturstar, wird von Boris Podrecca zu einem Kempinski umgebaut
CBRE-Studie: Investitionsvolumen fast verdoppelt - Käufer stammten mehrheitlich aus dem Ausland
Immobilie wurde für 120 Millionen Euro an kasachische Verny Capital verkauft
Warimpex, UBM und CA Immo investierten bisher 130 Millionen Euro in zwei Bürotürme und ein Crowne Plaza
Erste Hotelentwicklung in den Niederlanden geht an deutschen Fonds UniImmo - Projekt in St. Petersburg eröffnet kommende Woche
Am Standort des einstigen IMAX-Kinos entsteht ein neues Austria Trend Hotel. Am Dienstag wurde Dachgleiche gefeiert, Eröffnung ist im Oktober
Scheich Al Jaber muss bis Ende März 20 Millionen Euro für das Hotelprojekt Schwarzenberg bezahlen. Gelingt das nicht, dürfte auch dieses Hotel scheitern
Laut Insidern haben die Hongkonger Hotelbetreiber Shangri-La ein kurzes Zeitfenster zum Ausstieg aus dem Projekt am Wiener Schubertring genutzt
In den nächsten Jahren wird der Wiener Hotelmarkt um rund 4500 Zimmer wachsen. Das Spektrum ist breit
Die Grenzen zwischen Low Budget und Luxus sind heute anders als noch vor einigen Jahren, meint Andreas Ridder, Managing Director bei CB Richard Ellis
Welch ärmlicher Vertrag wurde hier geschnürt, wenn
ein Betreibervertrag 3 Tage nach dem vereinbarten Hotel-Übergabetermin und 2 Monate vor dem Eröffnungstermin einfach gekündigt werden kann?
Wie schaut es mit einer saftigen Schadenersatz-Regelung aus?
Wer zahlt die Zeche?
Der Kleinanleger.
Sollte der Steuerzahler (via Bankenpaket) gerade nicht so flüssig sein.
Lieferanten ?
Sollte die eine oder andere Rechnung noch nicht beglichen sein.
Die Manager und Vertragsaufsetzer ?
Bruhahaha.
eher eine lange Eskalation.
Nach einem Bericht der Wiener Zeitung hätte das Hotel bereits im Herbst 2009 fertig sein sollen.
Da gab es in den vergangenen Jahren schon oft einen fast eingestellten Baubetrieb.
Womit das Verhalten des Betreibers schon wieder leichter verständlich ist.
Aber das war den Substandard ja keine Information wert.
Wo kommen wir denn da hin, wenn sich herausstellen könnte, daß nicht die bösen kapitalistischen Schlitzaugen aus Weitfortistan schuld sind?
verdreckte fenster, unfähiges personal, schmutzige böden (und das im 5 sterne segment) ein einkaufscenter (oder so was ähnliches) mit riesigem leerbestand. kinderfeindlich. kein eingangsbereich mit entsprechendem empfang, help desk, infos, blondinen, jünglingen - alles fehlt; tagsüber optisch eine rumsn. am abend nicht viel besser. einziger lichtblick ein motiviert geführtes neni. le loft unter aller s.., eine französiche karte tststs... schlecht geschultes hotelpersonal, keine fähigen Restaurantleiter. Die Bar im le loft: NO GO.
Vienna is different!
Da ich in der Nähe wohne habe ich schon öfters dort vorbei geschaut. So weit ich weiss ist das Le Loft über Wochen hinweg Mittags und Abends ausgebucht und im Nenis war ich bisher 3 Mal - die Bedinung jedes Mal unter aller Kritik. Wir haben ewig bis zum Bestellen gewartet, Bestellungen gar nicht oder falsch erhalten, unrichtige Rechnung etc. - das nenn ich nicht motiviert. Zurück gekommen bin ich nur, weil es wirklich gut schmeckt. Das Gebäude find ich im Vergleich zu vielen anderen Hochhäusern in Wien nicht uninteressant - ist halt Sache des Geschmacks.
Gradwohl aber an Bord behalten, das wärs doch! Schlafen zu Preisen wie vor fünfzig Jahren, spitzen Küche anbieten in legerem ambiente, gestützt von einer zwanzigprozentigen, freiwilligen! Enteignung der 500 reichsten Österreicher, downsize everybody, the revolution is at hand, einfach a konsequente Weiterführung des Petzschen Gedankens, so genug gesponnen, danke für die Aufmerksamkeit! Hören, spüren, fühlen, machen!
Möglicherweise schon vergessen gehabt,und nicht mehr damit gerechnet - nachdem ja angeblich die Fertigstellung für 2009 vereinbart war.
Vielleicht ja einfach Info über Fertigstellung erhalten - nachgelesen - festgestellt, dass es fda mal ein PRojekt gab, das vor 2 Jahren hätte fetig gestellt werden sollen und nichts geworden ist - und noch mal schriftlich darauf hingewiesen, dass an einer Erfüllung 2 Jahre Verspätet kein Interess mehr besteht?
Nicht so unrealistisch.
Bei den Chinesen sind Verträge oft das Papier nicht wert, auf denen sie geschrieben stehen. Ist jetzt nicht negativ gemeint, sondern ist deren Kultur/Mentalität. Darauf muss man sich als Europäer einstellen, wenn man mit ihnen Geschäfte macht.
http://www.chinaproject.de/Recht_Ste... handel.htm
Aber nicht, wenn sie in Europa geschlossen werden und eine europäische Stadt Gerichtsort ist. Soviel ich weiß gilt hier immer noch der alte Spruch: pacta sunt servanda.
Falls sich die BAI auf Hongkong als Gerichtsort eingelassen hat, ist ihr ohnehin nicht zu helfen.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.