Telekom Austria verdoppelt Nettogewinn

23. Februar 2011, 07:19
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Trotz Umsatzrückgangs um 3,1 Prozent konnte der Konzern den Nettogewinn auf 195,2 Millionen steigern

Die Telekom Austria hat 2010 trotz eines Umsatzrückgangs um 3,1 Prozent auf 4,65 Mrd. Euro ihren Nettogewinn auf 195,2 Mio. Euro mehr als verdoppelt. Dass der Nettogewinn deutlich unter den Erwartungen der befragten Analysten lag, die im Schnitt mit 282,7 Mio. Euro gerechnet hatten, sei auf Zinsschwankungen bei Restrukturierungsrückstellungen zurückzuführen, die sich mit rund 60 Mio. Euro ausgewirkt hätten, hieß es Mittwoch früh.

Das um Wertberichtigungen und Restrukturierungseffekte bereinigte EBITDA ging 2010 um 9 Prozent auf 1,646 Mrd. Euro zurück. Das EBITDA inklusive Restrukturierung und Abwertungen wurde 2010 um 4 Prozent auf 1,504 Mrd. Euro gesteigert. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBIT) stieg um 27,3 Prozent auf 437,9 Mio. Euro. Der Grund dafür liege in den Abwertungen in Weißrussland und Serbien im Jahr 2009, die 2010 nicht mehr notwendig gewesen seien, heißt es zur Erklärung.

Mehr Investitionen

Der operative Cashflow stieg um 12,1 Mio. Euro auf 1,398 Mrd. Euro. Der als Kennzahl für die Eigenfinanzierung der Gruppe maßgebliche Free Cashflow sank wegen der höheren Investitionen - vor allem in den forcierten Ausbau des "Giganetzes" in Österreich - um 7 Prozent auf 652 Mio. Euro. Der Free Cashflow je Aktie beträgt 1,47 Euro, davon werden wie im Vorjahr 0,75 Euro je Aktie an Dividende ausgeschüttet. Das entspricht einer Dividendenrendite von mehr als 7 Prozent, gemessen am aktuellen Kursniveau.

Für 2011 erwartet der TA-Vorstand Gruppenerlöse bis zu 4,6 Mrd. Euro. Die angesichts einer regulatorisch bedingten Senkung der Roaminggebühren und der Interconnection Fees zu erwartenden Ertragsrückgänge will man "in engen Grenzen halten", als Ziel wird ein bereinigtes EBITDA von 1,6 Mrd. Euro angepeilt, hieß es. (APA)

  • TA-Chef Hannes Ametsreiter kann trotz weniger Umsatz gute Zahlen vorlegen.
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    TA-Chef Hannes Ametsreiter kann trotz weniger Umsatz gute Zahlen vorlegen.

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