Australien

Neuer Vorschlag gegen Riesenkröten-Plage

23. Februar 2011, 08:56

Forscher glauben, dass ein Zaun rund um künstliche Wasserstellen die ungeliebten Einwanderer abhalten könnte

Sydney/London - Zäune um künstliche Wasserstellen sollen die Riesenkröten-Plage in Australien effektiv eindämmen. Schon eine 60 Zentimeter hohe Sperre um Tränken oder aufgestautes Wasser herum genüge, um die giftigen Kröten vom lebenswichtigen Nass abzuhalten, schreiben Forscher um Tim Dempster von der Universität Melbourne.

Die Riesenkröte, auch Aga-Kröte oder Bufo marinus genannt, wurde in den 1930er Jahren zur Bekämpfung von Ungeziefer auf Zuckerrohrplantagen nach Australien gebracht. Der Versuch schlug jedoch fehl. Stattdessen breitete sich die giftige Kröte explosionsartig im Nordosten Australiens aus und bedroht die heimische Tierwelt. Die künstlichen Wasserstellen, insbesondere für das Vieh erleichtern den Kröten die Ausbreitung. Die Fluten in Australien verhalfen den Kröten nun zusätzlich, in normalerweise trockene Gebiete vorzudringen.

Eine künstliche Wasserstelle ziehe die Kröten in weitem Umkreis an, schreibt Dempster in den Proceedings B der britischen Royal Society. Die Tiere seien schon an Wasserstellen gesehen worden, die 9,5 Kilometer vom nächsten natürlichen Gewässer entfernt gewesen seien. Die Forscher umzäunten künstliche Wasserstellen, sammelten die Tiere jeden Morgen ein und zählten sie.

Schrumpfendes Verbreitungsgebiet

Wenn Australien die Kröten systematisch von allen künstlichen Wasserstellen fernhalte, könnte das prognostizierte Verbreitungsgebiet in trockenen Regionen des Landes um mehr als ein Drittel verringert werden - von 2,2 auf 1,4 Millionen Quadratkilometer. Das wäre allerdings immer noch rund die vierfache Fläche Deutschlands.

Die Methode sei keine Wunderwaffe gegen Kröten, schreiben die Forscher, aber sie "kann die Zahl der Kröten effektiv reduzieren und sie davon abhalten sich in trockenen Regionen übers große Strecken auszubreiten".

Praktische Erfahrung hat der Bürgermeister der Stadt Darwin, Graeme Sawyer. Seine Organisation Frogwatch hat schon einige Wasserlöcher eingezäunt - am Abend sitzen die Kröten dann zu hunderten dürstend am Zaun. Das Einsammeln ist ein Kinderspiel. "Innerhalb von vier, fünf Tagen kann man so praktisch die gesamte Population aus einer Gegend entfernen", hatte der Bürgermeister 2010 der Nachrichtenagentur dpa gesagt. In Bridge Creek Station - rund 120 Kilometer südlich von Darwin - wurden so vor rund einem Jahr in einem 110 Quadratkilometer großen Areal 23.000 Kröten entfernt. (red/APA)

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JosefGott
00
28.2.2011, 09:41

Kröten-Terminatoren bauen, die sie (Und ein paar Krötengesichter) terminieren. Optional Flug-Drohnen einsetzen.

King of Cowards
11
26.2.2011, 10:12
"Forscher glauben, dass ein Zaun die ungeliebten Einwanderer abhalten könnte"

Außer es sind Asylkröten, die werden erst mal eine Woche eingesperrt.

Großer Böser
 
00
25.2.2011, 20:20
Und was passiert...

...mit dem endemischen Kleingetier? Das hat ja dann wohl dieselben Probleme.

Voll in die Kaldaunen!
00
25.2.2011, 17:04
Neuer Vorschlag gegen Riesenkröten-Plage:

Komodo-Warane aussetzen ...

meinemeinu
00
geht nicht...

die sind das gieftig das sogar krokodile daran sterben!

Pylorus
00
30.6.2011, 12:33

Komodo-Warane haben jetzt genau was mit krokodilen zu tun?

meinemeinu
00
30.6.2011, 14:12

Es gibt in Australien keine Komodo-Warane!
Wenn diese Kroeten schon ein Krokodil niedermachen werden sie bei werden sie auch mit den Waranen fertig werden.....sind sowieso schon fast ausgestorben!

Dhimmi
00
24.2.2011, 08:31
Thunfische freuen sich

Froschschenkel lassen sich doch sicher unter einem geeigneten Marketingnamen in die Sushiindustrie integrieren. Die beklatscht Alles, sofern roh.

Regenlampe
00
24.2.2011, 11:34

Frosch =! Kroete

Mann40
04
23.2.2011, 23:08

"...am Abend sitzen die Kröten dann zu hunderten dürstend am Zaun"

ich bitte um ein Foto von dieser Szene

K.G.
01
23.2.2011, 23:02
Ein großer Schritt...

...für die Wissenschaft!
...
Meine Güte, sind wir wieder im Kindergarten angekommen? Na was macht man wohl um ungebetene Tiere zu hindern in ein Gebiet zu kommen. Man könnte ja Zäune aufstellen, aber - huch - sagt es niemanden weiter!
Und so eine Trivial-Erkenntnis schafft es sogar in den Wissenschaftsteil des Standards...

Monopoly mit Hut
00
24.2.2011, 08:23

Was hier vorgeschlagen wird ist ja eher die Inversionsmethode.

Nicht das Gebiet wird umzäunt sondern nur neuralgische Punkte IN dem Gebiet werden eingezäunt.

edi piva
00
23.2.2011, 17:26
schickt sie doch nach frankreich...

...das sind bewährte froschschenkelfresser !

Der Beschte vom Weschtn
00
23.2.2011, 23:51

Dann doch eher umgekehrt!

Schickt Franzosen nach Australien ;-)

HomerJ
02
24.2.2011, 18:50

und wenn sich dann die Franzosen explosionsartig vermehren?

Kra Wuzikabuzi
00
25.2.2011, 11:56
nachdem die Kröten giftig sind...zwei fliegen mit einer klappe und so...

Experte für eeh alles
00
23.2.2011, 16:59

Einfach Öder auslegen die nach der Kröten Geschmack sind, gefüllt mit einer gewissen Menge Dynamit.

M L3
00
24.2.2011, 01:02
Da reicht dann aber auch Cyanid oder sonstiges Gift

-> weniger Kollateralschaden.

Knochenmann
011
23.2.2011, 11:33
Es gibt nur eine Lösung:

Irgendwer muss die Krot fressen.

sainty1
00
23.2.2011, 11:47
aber Achtung..

Giftig..

Mailüfterl
00
23.2.2011, 16:41
"Allein die Dosis macht das Gift."

...also zumindest nicht alle Kröten auf einmal fressen.

Dirty Sanchez
 
03
23.2.2011, 10:46
Aha.

Die Kröten werden eingesammelt und dann entfernt.
Was bedeutet das? Schmeißt man die in den Ofen, ins Meer oder setzt man sie irgendwo anders wieder aus (was ja irgendwelchen Ökohirnis durchaus zuzutrauen wäre), damit man sie dort wieder einsammeln kann und verschafft den Viechern somit eine Australienrundreise?
Warum setzt man nicht, wie die Franzosen bei den Kaninchen, eine die Kröten befallende, lethale Krankheit gezielt frei?

Michel Berger
04
23.2.2011, 16:40
Sie meinen - so wie die Gartenschnecken einsammeln und dann nachts dem Nachbarn heimlich ins Gemüsebeet schmeißen?

der gärtner
00
23.2.2011, 14:41
aus der bekannten wiki:

"Die Aga-Kröte wird mit besonderer Heftigkeit abgelehnt. Viele Australier sammeln Aga-Kröten in Plastiktüten und töten sie anschließend durch Einfrieren. Andere erschlagen sie mit Golf- oder Cricketschlägern. Im April 2005 forderte Dave Tollner, ein Abgeordneter des Northern Territory Parlaments, solche Tötungsweisen zu legalisieren. Diese Forderung ist jedoch von zahlreichen Tier- und Naturschutzgruppen empört abgelehnt worden."

Paul Muad'Dib
 
01
24.2.2011, 15:44

erinnert doch stark an den knüppeltag?! nur eben ohne iren.. oder schlangen :P

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