Enzym-Blockade stoppte Bildung von Metastasen

26. Februar 2011, 16:25
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Tests mit LOXL2 bei Mäusen erfolgreich

London - Wissenschaftern des britischen Institute of Cancer Research ist es gelungen, durch die Blockierung eines Enzyms, die Ausbreitung von Brustkrebs auf andere Organe zu verhindern. Der Ansatz verhinderte zumindest bei Mäusen die Bildung von Metastasen.

Das Team um Janine Erler schreibt inm Fachjournal Cancer Research, dass diese Studienergebnisse ein phantastisches Ziel für die Entwicklung neuer Medikamente biete und dass der klinische Einsatz sehr wahrscheinlich ist. Die Wissenschaftler argumentieren, dass 90 Prozent der Todesfälle auf die Ausbreitung von Tumoren im Körper zurückzuführen ist.

Bei der Untersuchung von Brustkrebspatientinnen zeigte sich, dass hohe Werte bei dem Enzym LOXL2 mit einer Ausbreitung des Krebses und schlechten Prognosen in Zusammenhang stand. Klar wurde auch, dass LOXL2 in den frühen Stadien der Ausbreitung des Krebses eine wichtige Rolle spielt. Es hilft kanzerösen Zellen dabei, das Brustgewebe zu verlassen und in das Blut zu gelangen. Bei den Versuchen mit Mäusen wurde die Aktivität des Enzyms mit Hilfe von Chemikalien und Antikörpern blockiert. Damit wurde verhindert, dass sich der Krebs weiter ausbreitet.

Entwicklung von Tests und Medikamenten

Erler betonte, dass diese Forschungsergebnisse nicht nur für die Entwicklung von Medikamenten wichtig sind, sondern auch für die Entwicklung eines Tests, der die Wahrscheinlichkeit einer Ausbreitung vorhersagen kann und damit für die Prognose.

Arlene Wilkie von der Breast Cancer Campaign, die die Studie gemeinsam mit dem ICR und Cancer Research UK finanzierte, erklärte, dass die Bedeutung dieser Studie auch darin liege, dass sich ausbreitender Brustkrebs heute zwar behandelt aber nicht geheilt werden kann. Kann vorhergesagt werden, welcher Krebs sich ausbreiten wird und mit Medikamenten diese Ausbreitung verhindert werden, dann könnten laut BBC viele Leben gerettet werden. (red/pte)

 

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