Piraten töteten US-Weltumsegler

22. Februar 2011, 17:54
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US-Marine fand vier Leichen an Board - Zwei Entführer starben bei Schusswechsel

Auf der von Piraten im Indischen Ozean entführten US-Segeljacht "Quest" hat sich eine Tragödie abgespielt: Wenige Tage nach der Entführung der vier US-Bürger an Bord töteten somalische Piraten am Dienstag alle Geiseln. Kurz vor einem Befreiungsversuch der US-Marine seien auf dem gekaperten Schiff Schüsse gefallen, die von den US-Soldaten erwidert worden seien, teilte Washington mit.

Als die Soldaten die Jacht stürmten, sahen sie, dass die vier Geiseln getötet worden waren. Die Soldaten töteten zwei Piraten und nahmen 13 weitere fest. Auf dem Schiff fanden sie zwei weitere tote Piraten.

Zwischen Indien und Oman entführt

Die "Quest" war am Freitag rund 450 Kilometer vor der Küste Omans entführt und seither von der US-Marine verfolgt worden. Das Schiff gehörte dem US-Pensionistenehepaar Jean und Scott Adam, das seit sieben Jahren um die Welt segelte. Gemäß einem Eintrag von Dezember auf ihrer Internetseite wollten sie nach dem indischen Hafen Cochin als nächstes den Hafen Salalah in Oman ansteuern. Über die beiden US-Bürger, die sich zusammen mit dem Ehepaar Adam auf der Jacht aufhielten, wurde nichts bekannt.

Nach Angaben von Ecoterra International, einer Organisation zur Überwachung der Piraterie, befinden sich derzeit rund 40 Schiffe mit 800 Seeleuten in der Gewalt somalischer Piraten. Dabei handle es sich vorwiegend um Frachter, doch seien in der Vergangenheit auch wiederholt private Jachten entführt worden. Die Piraten versuchen in beiden Fällen, Lösegeld zu erpressen. (APA)

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