EVN: Analysten erwarten robuste Ergebnisse

22. Februar 2011, 15:45
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Wien - Die Wertpapierexperten heimischer Banken erwarten für die am Donnerstag anstehenden Quartalszahlen des niederösterreichischen Energieversorgers EVN robuste Ergebnisse. "Die Zahlen für das erste Quartal 2010/11 dürften ganz gut werden", resümiert Teresa Schinwald, Aktienanalystin bei der Raiffeisen Centrobank (RCB).

Ein Wermutstropfen dürften laut der RCB-Expertin die gestiegenen Gaspreise sein, die auf die Ergebnismargen bei der EVN drücken. Der Versorger kauft Gas bei der OMV-Tochter EconGas, welche wiederum Gas aus Russland bezieht. Die Gaspreise sind an den Ölpreis gekoppelt und hinken dem "schwarzen Gold" hinterher. Nach den deutlichen Ölpreissteigerungen der vergangenen Monate haben nun auch die Gaspreise angezogen, so Schinwald.

In der laufenden Heizsaison bis März erwartet die Analystin für die EVN-Endkunden keine Preiserhöhungen mehr. "Eine Umwälzung auf die Kunden ist von heute auf morgen nicht absehbar", kommentierte Schinwald. Profitieren sollte der Versorger indessen von den niedrigen Strompreisen am Strommarkt.

Im Schnitt prognostizieren RCB und UniCredit für das erste Quartal einen Umsatz von 802,8 Mio. Euro nach 769,2 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Die Einnahmen dürfte somit leicht ansteigen. Auch die Ergebniskennzahlen sollten in etwa auf dem Vorjahresniveau ausfallen. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) dürfte bei 157 Mio. Euro liegen, das operative Ergebnis (Ebit) soll 100,5 Mio. Euro betragen. Auch unterm Strich erwarten die Experten eine robuste Gewinnentwicklung. Der Überschuss wird bei 76,8 nach 74,2 Mio. Euro gesehen. (APA)

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