ÖTV-Kapitän Schaller nominiert Quintett

22. Februar 2011, 17:13
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Neben Melzer, Fischer, Koubek und Knowle ist mit Marach auch ein zweiter Doppelspezialist gegen Frankreich mit von der Partie

Wien - ÖTV-Kapitän Gilbert Schaller lässt sich für die Erstrunden-Partie im Tennis-Davis-Cup von 4. bis 6. März gegen Frankreich alle Optionen offen. Schaller nominierte am Dienstag offiziell das Quartett Jürgen Melzer, Martin Fischer, Stefan Koubek und Julian Knowle für das Duell gegen den Vorjahresfinalisten und berief auch Oliver Marach in das ÖTV-Aufgebot. Die Entscheidung, wer im Hangar 3 des Flughafens Wien zum Einsatz kommt, wird daher erst unmittelbar vor der Auslosung am 3. März fallen.

Nach dem Ausfall von Andreas Haider-Maurer standen die Kandidaten für die beiden Einzel mit dem Weltranglisten-Zehnten Jürgen Melzer, Martin Fischer (137) und Routinier Stefan Koubek (174) fest. Offen war noch, ob Schaller einen oder zwei Doppel-Spezialisten nominiert. Mit dem offiziell nominierten Knowle, die Nummer 37 der Doppel-Weltrangliste, und Marach (10. im Doppel) dürfen sich nun beide Chancen ausrechnen, gemeinsam oder mit Melzer im Doppel zum Einsatz zu kommen.

Bedenkzeit

"Damit haben wir einige Tage Zeit, um die beste Lösung für das Team zu finden. Das Regulativ erlaubt uns ja, bis eine Stunde vor der Auslosung bis zu zwei Spieler auszuwechseln. Ich möchte betonen, dass die Entscheidung, wer letztlich in der Mannschaft sein wird, nicht zwingend zwischen Julian Knowle und Oliver Marach fallen muss. Kommen wir in der Vorbereitung zum Schluss, dass beide ins Aufgebot gehören, dann werden auch beide im Team sein", erklärte Schaller.

Frankreichs Davis Cup-Kapitän Guy Forget nominierte Richard Gasquet, Gilles Simon, Michael Llodra und Julien Benneteau. Gasquet (ATP-Nummer 28) und Simon (33) werden höchstwahrscheinlich in den Einzeln antreten, Llodra und Benneteau das Doppel bilden. Llodra liegt im Ranking als 27. zwar vor Gasquet und Simon, Sand ist jedoch nicht sein Lieblingsbelag.

Dem Doppel wird wahrscheinlich entscheidende Bedeutung zukommen. Die Franzosen, die im Einzel auf ihre verletzten Top-Spieler Gael Monfils (Nr.12) und Jo-Wilfried Tsonga (17) verzichten müssen, wollen da ihre tolle Bilanz aus dem Vorjahr fortsetzen. Die Franzosen haben auf dem Weg ins Finale (2:3 gegen Serbien) alle vier Doppel gewonnen. Michael Llodra spielte dabei zweimal mit Julien Benneteau und zweimal mit Arnaud Clement.

Die Nominierung der beiden Doppel-Spezialisten fand auch bei Top-Spieler Melzer Zustimmung. "Wir haben eine Woche Zeit, um beim Training herauszufinden, wie es am besten passt", sagte der Niederösterreicher, der am Dienstag mit Koubek in der Südstadt die Vorbereitung startete.

Melzer hat für den Davis Cup die Teilnahme am Turnier in Dubai diese Woche ausgelassen und verliert damit 180 Punkte für den Halbfinal-Einzug des Vorjahres. Das "lässt sich verschmerzen. Da wäre ein Sieg über Frankreich hundert Mal mehr wert. Dieser Davis Cup kann ein Erlebnis werden, das man sein Leben lang nicht vergisst. Das gilt für uns Spieler ebenso wie für die Fans", sagte Melzer. (APA)

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    Schaller: "Ich möchte betonen, dass die Entscheidung, wer letztlich in der Mannschaft sein wird, nicht zwingend zwischen Julian Knowle und Oliver Marach fallen muss."

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