PlayStation 3-Sammeklage wegen Linux-Sperrung abgewiesen

Gericht gab Sonys Argumentation zum Ausschluss von "Other OS" Recht

Im April reichte Anthony Ventura eine Sammelklage beim Bundesgericht in Nord-Kalifornien gegen Sony ein, nachdem der Konzern eine Funktion zum Bespielen der Spielkonsole PlayStation 3 mit dem Betriebssystem Linux nachträglich per Update entfernt hatte. Medienberichten zufolge dürfte die Klage nun weitgehend abgewiesen worden sein. 

Keine Garantie auf Softwarefunktionen

Demnach habe das Gericht Sonys Argumentation Recht gegeben, wonach Software-Funktionen wie das besagte "Install Other OS"-Feature nicht unter die einjährige Garantieleistung des Herstellers fallen, die nur auf die Hardware beschränkt ist. Auch nehme sich das Unternehmen das Recht heraus, die Software und Dienstleistungen wie das PlayStation Network nachträglich abzuändern. Die Klage basierend auf dem Consumer Legal Remedies Act und den Civil Code §1770 wurde somit abgewiesen.

Noch nicht ganz zu Ende

Der Fall ist allerdings noch nicht ganz vom Tisch. Offen ist, ob Sony mit der Entfernung der Linux-Installationsfunktion gegen den Computer Fraud and Abuse Act (CFAA) verstoßen hat, der ein Eingreifen in Computersysteme untersagt. Nachdem das Feature über ein freiwilliges Software-Update entfernt wurde, betont der Konzern allerdings, dass niemand dazu gezwungen wurde. Die Klägerseite widerspricht dem, da Sony PS3-Konsolen ohne Update den Zugang zum Online-Netzwerk untersagt, was einem Update-Zwang gleichkomme. (red)

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