"Das hat mir sehr weh getan"

22. Februar 2011, 15:05
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"Drama-Queen" Lindsey Vonn kann die Kritik an ihrer Person während der WM in Garmisch nicht nachvollziehen

  Abfahrts-Olympiasiegerin Lindsey Vonn hat sich über die Kritik an ihrem Verhalten während der alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen beklagt. "Ich kann das überhaupt nicht verstehen, dass die Leute über die Medien diese Kritik äußern. Das hat mir sehr weh getan", sagte Vonn in der Sendung "Sport und Talk aus dem Hangar-7" auf  ServusTV.

Vonns überzogene Nörgelei an der Kandahar-Strecke und die Jammerei über ihren Gesundheitszustand hatten die Schlagzeilen der WM bestimmt. Damit hatte sich die 26-Jährige, die schließlich vorzeitig von der WM abreiste, auch den Zorn des deutschen Alpindirektors Wolfang Maier zugezogen. Maier verteidigte sich in der TV-Sendung: "Das war unsere Heim-WM. Jetzt kommst du zu diesem Event, und ein Sportler sagt: Das ist zu eisig, das passt nicht und das passt nicht."

"Hey, was soll der Affenzirkus?"

Irgendwann war Maier dann der Kragen geplatzt: "Meine Position war ganz klar: Es geht mich gar nichts an, was Lindsey Vonn macht. Aber irgendwann ist mir das dermaßen über die Hutschnur geschlagen, mich jeden Tag eine Stunde rechtfertigen zu müssen, dass hier Kritik an der Piste ist und dass dem einen das nicht passt und dem anderen das nicht passt. Und dann hab ich gesagt: Hey, was soll der Affenzirkus? Zu den Aussagen stehe ich auch."

Vonn, die schon bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver ihrem Ruf als "Drama-Queen" alle Ehre gemacht hatte, fühlte sich von Maier persönlich angegriffen: "Ich denke, es ist nicht gut, wenn du schlecht über mich redest. Egal, wie du das sagst, aber das hat meiner Meinung nach bedeutet, dass ich ein 'Affenzirkus' bin. Ich war einfach nur offen und ehrlich mit meiner Verletzung und mit der Kurspräparierung. Ich kann das nicht verstehen, warum die Leute mir so böse waren."

Nach ihrer vorzeitigen Abreise von der Ski-WM wird Vonn am kommenden Wochenende bei der Fortsetzung des Weltcups in Aare (Schweden) wieder am Start sein. Vonn hatte vor der WM bei einem Trainingssturz eine Gehirnerschütterung erlitten und sich deshalb nach dem Gewinn der Abfahrts-Silbermedaille eine Auszeit gegönnt.

In Aare, dem WM-Ort von 2007, kann Vonn wieder sportliche Antworten geben. Auf dem Programm stehen Super-Kombination (Freitag), Abfahrt (Samstag) und ein Super-G. Also drei von vier Disziplinen, in denen Österreichs so erfolgreiche Damen in Garmisch Gold geholt haben.

Automatisch Mitfavoritin ist damit in Schweden nicht nur die neue Kombi-Weltmeisterin Anna Fenninger, sondern vor allem auch die neue Speed-Queen, Elisabeth Görgl. "Schritt für Schritt wird es mir bewusst. Es ist ein großer Traum, aber langsam wache ich auf", machte die steirische Doppel-Weltmeisterin klar, dass sie in Aare sowohl in Abfahrt als auch im Super-G wieder voll auf Angriff fahren wird. (SID/red)

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