Red Bull will Adler Rekorde segeln lassen

22. Februar 2011, 14:10
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Getränke-Hersteller baut Mega-Naturschanze in Nationalpark Hohe Tauern

Klagenfurt  - Der Getränkehersteller Red Bull mit Sitz in Salzburg will im Nationalpark Hohe Tauern in Kärnten offensichtlich ein gewaltiges Skiflug-Abenteuer in Szene setzen. Zu diesem Zweck wird auf fast 3.000 Metern Seehöhe im Gebiet des Hochtores am Großglockner (Bezirk Spittal) eine Schanze aus Naturschnee errichtet. Der Spittaler Bezirkshauptmann Klaus Brandner bestätigte, dass das Projekt behördlich bereits genehmigt sei. Bis Ende April haben die Veranstalter nun für das Vorhaben Zeit.

"Red Bull hat bereits vergangenes Jahr um Genehmigung angesucht, aufgrund des schlechten Wetters wurde der Bewerb allerdings nie durchgeführt", bestätigte Brandner am Dienstag  mehrere Medienberichte zu diesem Thema. Heuer soll es funktionieren.

Einen Eingriff in die Naturschutzbestimmungen des Nationalparks stelle das Vorhaben nicht dar. "Die Schanze wird dem natürlichen Gelände angepasst und besteht sonst nur aus Schnee. Es kommen keinerlei Chemikalien oder gar Beton zum Einsatz", erklärte Brandner die Bauweise. Lediglich ein paar Schneestangen sollen verwendet werden.

Flüge bis zu 300 Metern

Auf der Schanze könnten Flüge von bis zu 300 Metern möglich sein, wird in diversen Medienberichten vermutet. Der offizielle Weltrekord des Norwegers Johan Remen Evensen steht seit eineinhalb Wochen bei 246,5 Metern - aufgestellt beim Weltcup in Vikersund (Norwegen).

Brandner nimmt an, dass es "keine unbekannten Namen" der Skiflugszene sein werden, die versuchen werden, es im Nationalpark den "Adlern" gleichtun zu wollen. Es sei naheliegend, dass von Red Bull gesponserte Skiflieger wie Gregor Schlierenzauer, Thomas Morgenstern oder der Pole Adam Malysz den "Rekordversuch" wagen werden. Das Datum sei noch nicht fixiert. "Ich denke, es wird außerhalb der Wettkampfzeiten sein, wenn die Skiflieger Zeit haben", so Brandner.

Über die Kosten des Projektes ist nichts bekannt. Der Bezirkshauptmann glaubt, dass nur Kosten für die Arbeitszeit an der Schanze anfallen werden. Publikum ist ohnehin nicht geplant. Das Gebiet ist so abgelegen, dass sich dort nur die Skiflieger und ein paar Mitarbeiter für die Aufzeichnung eines Werbefilms des Getränkeherstellers einfinden werden.(APA)

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    Ziiiiehhh!

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