Lenzing könnte Ende April Kapital erhöhen

22. Februar 2011, 12:18
posten

Neue und alte Aktien im Wert von 500 Mio. Euro sollen zum Verkauf angeboten werden

Wien - Der börsenotierte Faserhersteller Lenzing braucht Geld, um seinen geplanten massiven Kapazitätsausbau in Asien zu finanzieren. Schon im Dezember haben sich die Oberösterreicher diverse Vorratsbeschlüsse absegnen lassen, ein Aktiensplit (1:7) wurde bereits durchgeführt. In Kürze könnte eine Kapitalerhöhung folgen. Wie Bloomberg unter Berufung auf zwei mit dem Deal vertraute Personen berichtet, sollen bis Ende April neue und alte Aktien mit einem Wert von rund 500 Mio. Euro zum Verkauf angeboten werden. Die B&C Industrieholding, die derzeit über 90 Prozent an Lenzing hält, wird wahrscheinlich einen Teil ihrer Papiere auf den Markt werfen.

Offiziell hält man sich noch bedeckt. Gestern hatte Finanzvorstand Thomas Winkler gemeint, es sei noch keine Investmentbank eingeschaltet. Bloomberg zufolge könnten Morgan Stanley, UniCredit SpA und Deutsche Bank beauftragt werden.

Bei Lenzing hieß es dazu heute, Dienstag, auf APA-Anfrage lediglich. "Wir haben immer gesagt, dass wir alle verfügbaren Handlungsoptionen für unser Unternehmen prüfen. Derzeit sind keine Entscheidungen über etwaige Transaktionen gefallen."

Das Ziel von Lenzing-Chef Peter Untersperger ist es, in den ATX zu kommen, wie er bereits im Jänner gesagt hat. Dafür ist ein Streubesitz von mindestens 25 Prozent notwendig. Die B&C- Industrieholding wäre laut früheren Angaben bereit, ihren Anteil aktiv zu senken. B&C-Chef Michael Junghans bekräftigte dies heute gegenüber der APA: "Wir haben im Jänner kommuniziert, dass wir uns eine entsprechende Verwässerung vorstellen können. Seitdem sind keine weiteren Entscheidungen betreffend Volumen oder Zeitplan getroffen worden." Ob B&C auch Aktien abstoßen will, wollte Junghans nicht sagen. (APA)

Share if you care.