6,4 Prozent der Autos fielen 2009 beim "Pickerl" durch

22. Februar 2011, 12:06
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Statistik Austria: Durchschnittlich 3,1 Mängel pro Gefährt - 2,16 Millionen Kfz begutachtet

6,4 Prozent der im Jahr 2009 überprüften Kraftfahrzeuge sind beim "Pickerl" durchgefallen. Bei 0,5 Prozent der durchgefallenen Gefährten herrschte sogar Gefahr im Verzug, wie die Statistik Austria am Dienstag bekanntgab. Bei 5,9 Prozent wurden schwere Mängel festgestellt. Häufig waren defekte Bremsen der Grund. Im Vergleich zu 2008 fiel der Anteil der Kraftfahrzeuge mit negativem Gutachten um 0,4 Prozent-Punkte. Im Bereich der Personenkraftwagen gab es 2009 für knapp 7,4 Prozent kein "Pickerl".

Bei den 2,16 Millionen Vehikel, die gemäß Paragraf 57a Kraftfahrgesetz überprüft worden sind, gab es bei 29 Prozent keine Beanstandungen. 64,6 Prozent hatten leichte Mängel. 94 Prozent der Fahrzeuge bestanden die Überprüfung.

Besonders schlecht schnitten die Schwerfahrzeuge ab: Im Vergleich mit durchschnittlich 3,1 Mängeln je begutachtetem Kraftfahrzeug wiesen Lkw in den Gewichtsklassen von 3,5 bis zwölf Tonnen und über zwölf Tonnen überdurchschnittlich viele (4,2 bzw. 4,0) Beanstandungen auf. Auch Lastkraftwagen unter 3,5 Tonnen sowie Personenkraftwagen lagen mit 3,3 bzw. 3,5 Mängeln über dem Durchschnitt. Gleiches gilt für das Prüfergebnis "Schwerer Mangel": Im Durchschnitt wurden 0,8 als schwer eingestuft. Bei den schweren Gewichtsklassen traten 1,4 bzw. 1,3, bei Lastkraftwagen unter 3,5 Tonnen 1,1 und bei Personenkraftwagen 0,9 Mängel auf.

72,8 Prozent aller Beanstandungen (4,94 Millionen) waren leicht. Schwere Unzulänglichkeiten wurde von den Begutachtern rund 1,82-millionen Mal diagnostiziert (26,9 Prozent), das sind im Durchschnitt 0,8 schwere Mängel je Kraftfahrzeug. In 16.138 Fällen aller Beanstandungen war "Gefahr im Verzug" (0,2 Prozent) und in 8.978 Fällen wurden "Vorschriftsmängel" registriert. Nahezu ein Drittel (31,8 Prozent) der schweren Beanstandungen wurde bei den Bremsanlagen der Kraftfahrzeuge festgestellt, 19,9 Prozent betrafen "Achsen, Räder, Reifen und Aufhängungen", 19,7 Prozent "Leuchten, Rückstrahler und sonstige elektrische Anlagen" und 11,5 Prozent das Fahrgestell. (APA)

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