Forscher finden nur Spuren des Riesenfalters Papilio antimachus

22. Februar 2011, 12:18
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Insektologen registrieren insgesamt 180 Schmetterlings-Arten

Toulouse - Bei einer Expedition in der Zentralafrikanischen Republik haben französische Insektenforscher mehr als 180 Arten von Tagesfaltern registriert - den größten unter den afrikanischen Schmetterlingen konnten sie allerdings nicht ausmachen. Darüber hinaus fanden sie im Nationalpark Dzanga-Ndoki mehr als hundert Arten von Schrecken und Libellen, wie der Leiter der Expedition, Philippe Annoyer, sagte. Alle diese Insekten werden den Angaben zufolge nun von mehreren Spezialisten eingehend untersucht. Sie sollen feststellen, ob darunter bisher unbekannte Arten sind.

Die Expedition fand Ende vergangenen Jahres in der Nähe des Flusses Sangha statt. Dieses Gebiet mit insgesamt sieben Seen, Tropenwald und Steppengebieten sei ein besonders artenreicher Biotop, betonte Annoyer, Insektenforscher beim Naturkundemuseum der südfranzösischen Stadt Toulouse. An der Expedition "Sangha" nahmen mehrere französische Forscher teil, darunter Insekten- und Vogelkundler sowie Botaniker. Gesammelt wurden außerdem Hunderte von Pflanzen, vor allem Moose und Flechten.

Riesenschmetterling blieb verborgen

Vergeblich hielten die Wissenschafter allerdings Ausschau nach dem geradezu mythischen Papilio antimachus - einem Riesen-Tagesfalter, dessen Flügelspannweite über 20 Zentimeter erreichen kann. "Immerhin haben wir angefressene Blätter einer Pflanze gefunden, von der sich die Raupen dieses Schmetterlings ernähren", berichtete Annoyer. Er hofft nun, dass er bei der 2012 geplanten nächsten Expedition mehr Glück haben und einen Papilio antimachus sichten wird.

Der Nationalpark Dzanga-Ndoki befindet sich an der Südspitze der Zentralafrikanischen Republik, nahe der Grenzen zu Kamerun und zur Republik Kongo. Nach Angaben der Umweltstiftung WWF ist das unter Naturschutz stehende Gebiet rund 1.200 Quadratkilometer groß. (red/APA)


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Wikipedia: Papilio antimachus

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    Für 2012 planen die französischen Forscher die nächste Expedition nach Afrika; sie hoffen, dass sie dann den Riesen-Tagesfalter Papilio antimachus sichten werden.

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