Zahl der HIV-Infektionen bleibt stabil

23. Februar 2011, 10:39
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Anzahl der Aids-Fälle und der Todesfälle ist in vergangenen Jahren dank antiretroviraler Therapie massiv abgesunken

Wien - Vergangenes Jahr sind in Österreich 487 neue, bestätigte HIV-Infektionen registriert worden. Es gab 31 Erkrankungen an Aids und elf Todesfälle. Das bedeutet, so die Experten vom Institut für Virologie der MedUni Wien, eine stabile Situation im Vergleich zu den Vorjahren. Allerdings gibt es ein Manko: Die Erkrankungs- und die Todeszahlen vom Gesundheitsministerium liegen bisher nur bis 3. Dezember 2010 vor.

"Auch hierzulande bemerken wir kaum Veränderungen bei den neu diagnostizierten Fällen in den letzten Jahren. Ähnlich wie in anderen Industrieländern ist auch bei uns die Anzahl der Aids-Fälle und der Todesfälle durch Aids im Laufe der letzten Jahre dank der antiretroviralen Therapie massiv abgesunken", schreiben die Fachleute in ihrer neuesten Virusepidemiologischen Information.

Weniger Todesfälle dank antiretroviraler Therapie

Die Statistik gibt es seit 1983. Damals wurden zehn Erkrankungen und neun Todesfälle registriert. Die HIV-Tests liefen erst 1985 größer an - es gab in einem Jahr damals die höchste Anzahl an neuen positiven HIV-Befunden mit 820 Infektionen. Seit dem Jahr 2000 schwankte die Zahl jeweils zwischen 400 und 500. Im Jahr 2009 waren es 507 positive HIV-Tests gewesen.

1993 - kurz vor der Einführung der modernen und hoch effektiven Kombinationsbehandlung gegen HIV/Aids - wurde in Österreich mit 239 neu gemeldeten Immunschwächeerkrankungen die diesbezüglich höchste Zahl registriert. In jenem Jahr gab es auch die bisher höchste Todeszahl mit 178 Opfern. Mit den Therapiemöglichkeiten sanken diese Zahlen seither stark. 2009 wurden 59 Neuerkrankungen und neun Todesfälle gemeldet. (APA)

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