Verizon iPhone: Der Run bleibt aus

22. Februar 2011, 12:01
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Anwendungsabsätze zeigen keinerlei Veränderung durch Ende des Exklusivabkommens mit AT&T

Einst als schlaue Strategie zum Start des ersten iPhones gefeiert, hat sich der Exklusivvertrag von Apple mit dem US-Mobilfunkbetreiber AT&T über die Jahre zu einem regelrechten Klotz am Bein des Computerherstellers entwickelt. Denn während Apple an AT&T gebunden war, konnte vor allem Googles Android beim US-Marktführer Verizon ungestört zum dominanten Smartphone-Betriebssystem werden. Seit kurzem ist diese Phase der Exklusivität allerdings Geschichte, das iPhone auch bei Verizon erhältlich.

Keine Bewegung

Der von so manchen MarktbeobachterInnen erwartete Ansturm scheint allerdings zumindest fürs Erste auszubleiben, wie nun zumindest die Zahlen der EntwicklerInnen der iOS-App Instapaper nahelegen. Aufgrund der konstant hohen Popularität der Software, die die Möglichkeit bietet Webseiten offline zu lesen, lassen sich damit auch allgemeine Trends und Bewegungen des Gesamtmarkts abbilden. So gebe es üblicherweise zum Marktstart eines neuen iPhones immer riesige Spitzen bei den Absätzen, der Start des iPhone 4 bei Verizon habe hingegen keinerlei erkennbare Spuren in der Verkaufskurve hinterlassen.

Schlüsse

Aus diesem Fakt schließt man Instapaper, dass der Großteil der bisher bei Verizon abgesetzten iPhones Geräte an Personen gingen, die schon zuvor ein Apple-Smartphone nutzten und nur den Provider wechseln wollten. UmsteigerInnen von anderen Systemen scheint es hingegen kaum zu geben.

Einschränkungen

Freilich bedeutet dies nicht, dass das Ende des Exklusivvertrags nicht noch langfristige Auswirkungen haben könnte, immerhin ist es durchaus möglich, dass viele potentielle KundInnen noch auf das Ende ihres Vertrages oder auch auf das Erscheinen des iPhone 5 warten. Fürs erste ist von einem "Run" auf die Geräte aber noch wenig zu bemerken. (red, derStandard.at, 22.02.11)

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