Die unterstützende Rolle, die es bei der Revolution in Ägypten spielte, verschafft dem Freundesnetzwerk nun auch Kultstatu
Mit mittlerweile mehr als 600 Millionen Nutzern weltweit ist Facebook längst zum Massenphänomen geworden. Die unterstützende Rolle, die es bei der Revolution in Ägypten spielte, verschafft dem Freundesnetzwerk nun auch Kultstatus: Um seinen Dank auszudrücken, hat ein ägyptischer Vater seine erstgeborene Tochter "Facebook" genannt, berichtete die populäre ägyptische Tageszeitung Al-Ahram.
Am 25. Jänner hatten die Proteste gegen das Regime Mubarak begonnen, die unter anderem über Facebook und den Kurznachrichtendienst Twitter organisiert wurden. Auch in anderen arabischen Ländern wird die Plattform zunehmend zum Überbegriff für revolutionäre Bewegungen im Netz.
Zu viel Facebook im Kloster
Wo virtuelle Freunde sind, sind spirituelle Feinde nicht weit weg. Diese Erfahrung machte die spanische Dominikaner-Nonne María Jesús Galán. Nach 35 Jahren Ordenszugehörigkeit musste sie das Kloster verlassen, weil sie via Facebook zu viel mit der Außenwelt kommunizierte. Mit ihren Postings hatte sie ihren 600 Freunden regelmäßig von ihren religiösen Einsichten berichtet und damit letztlich auch Werbung für den Orden gemacht. Jetzt wohnt die 54-Jährige wieder bei ihrer Mutter. Ihr Fankreis ist seit ihrem Rausschmiss auf mehr als 7000 gewachsen. (red/ DER STANDARD Printausgabe, 22. Februar 2011)
Der WebStandard auf Facebook