Oppositionsführer kehrt zurück

21. Februar 2011, 18:54
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Zweifel an Dialog-Angebot - Weitere Proteste

Pläne eines Schiiten-Führers im Exil, nach Bahrain zurückzukehren, haben die angespannte Lage in dem Kleinstaat im Persischen Golf weiter verschärft. Der Führer der islamistischen Al-Haq-Bewegung, Hassan Mushaima, gab via Facebook bekannt, am heutigen Dienstag von London zurück nach Bahrain fliegen zu wollen - um zu sehen, "ob es die Führung mit ihrem Dialog-Angebot ernst meint" und ob er verhaftet werde.

Mashaima war in Bahrain wegen des Vorwurfs, er habe die Regierung stürzen wollen, in Abwesenheit der Prozess gemacht worden. Die Al Haq hat sich 2006 von der Al-Wefaq-Bewegung abgespalten, der wichtigsten schiitischen Gruppierung im Land.

König Hamad bin Isa Al Khalifa hat seinen Sohn, den Kronprinzen, damit beauftragt, mit der Opposition Gespräche über Reformen zu beginnen. Doch nach der Gewalt gegen die Demonstranten mit mehreren Toten zeigen sich viele Oppositionsanhänger skeptisch (siehe Interview links).

Auf dem zentralen Perlenplatz in Manama demonstrierten am Montag rund 10.000 Menschen weiter für Reformen. Über 1500 streikende Lehrer schlossen sich dem Protest an. Es werde keinen Unterricht mehr geben, bis die Regierung abgetreten sei, hieß es.

US-Außenministerin Hillary Clinton bedauerte den Einsatz von Gewalt gegen Demonstranten in Bahrain. (Reuters, STANDARD-Printausgabe, 22.02.2011)

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