Ab Mai

Post erhöht Brief-Porto um sieben Cent

21. Februar 2011, 18:36

Preis richtet sich nach fünf Standard-Formaten und Zustellgeschwindigkeit

Wien - Die Österreichische Post wird ab 1. Mai neue Porti für die Briefzustellung einführen. Im Zuge der Produktneugestaltungen erhöht sich das vergleichbare Porto für einen 20-Gramm-Einzelbrief von bisher 55 auf 62 Cent. Ab Mai wird es dann nur mehr fünf Standardformate geben, an denen sich die Höhe des zu entrichtenden Beförderungsentgeltes richten wird. Bisher gab es 14 Produkttarife. Die Post verspricht sich dadurch, den Mitbewerbern im liberalisierten Markt noch konkurrenzfähiger gegenübertreten zu können, wie sie am Montagabend mitteilte. Es sei dies die erstmalige Veränderung der Produkt- und Tarifstruktur im Inland seit 2003.

Ab 1. Mai richtet sich das Brief-Porto nach fünf Standardformaten: Standard, Standard+, Maxi, Maxi+ und Großbrief. Damit wolle man Selbstbedienungsfähigkeit und erleichterte Abgabe unterstützen, so die Post. Die ersten vier Tarifstufen sind so konzipiert, dass die Sendungen in die Hausbrieffachanlage passen. Mit der fünften Tarifstufe (Großbrief) sollen alle Sonderwünsche abgedeckt werden. Darüber hinaus werde eine übersichtliche Frankierung aller weltweiten Destinationen mit nur sechs Markenwerten gewährleistet, bisher waren 15 Markenwerte notwendig, so die Post weiter.

Zustellgeschwindigkeiten

Geschäftskunden haben künftig die Wahl zwischen verschiedenen Zustellgeschwindigkeiten. Ein "Premium-Produkt" sichert die Briefzustellung am nächsten Werktag, ein günstigeres "Economy-Produkt" für größere Mengen wird für die Briefzustellung innerhalb von zwei bis drei Tagen angeboten.

Für den Privatkunden bleibt das Premium-Produkt entsprechend den Vorgaben des Universaldienstes mit der Zustellung am nächsten Werktag aufrecht und wird künftig 62 Cent statt bisher 55 Cent kosten. Ab 1.000 Stück wird der Standard-Inlandsbrief mit der längeren Laufzeit auf 57 Cent pro Stück kommen.

Weitere Produkte sind der Standard Plus-Brief mit 80 Cent (Economy) und 90 Cent (Premium), der Maxi-Brief mit 1,25 Euro bzw. 1,45 Euro bis hin zum "Maxi plus-Brief" von 2,60 Euro oder 2,90 Euro.

Eine weitere Wahlmöglichkeit für den Kunden bietet der "Großbrief". Dieses Briefprodukt zum Preis von 3,80 Euro kann um 40 Cent günstiger als ein herkömmliches Paket versandt werden (3,80 Euro statt 4,20 Euro). (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 236
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michael grasberger
00
28.2.2011, 15:46

der wirkliche skandal sind die auslandstarife. hier werden leute, die beruflich auf postversand angewiesen sind, systematisch ihrer existenzgrundlage beraubt.
österreichische post UND regulierungsbehörde haben sich damit endgültig disqualifiziert.
die post gehört umgehend wieder verstaatlicht, die verantwortlichen für die maßnahmen der letzten jahre vor gericht gestellt und ein funktionierendes postsystem im dienste der bürger (nicht irgendwelcher aktienspekulanten) wiederhergestellt.

Ergates faber
01
24.2.2011, 10:39
Das ist so ein Sauhaufen....

Was soll da für den Kunden besser werden?
Es eird immer uninteressanter mit der Post zu versenden. Die sollen sich gleich auf 2 Marken einschränken: 2€ und 5€ und nichts mehr zustellen sondern nur mehr im Postamt abholen lassen.
Zugestellt wird ja praktisch eh kein Packerl oder Einschreiber an Private mehr - die kommen nur ein Zetterl zur Selbstabholung vorbeibringen und läuten nicht mal mehr. Ist ihnen scheinbar zu mühsam.

chelene chirsch
00
22.2.2011, 13:16
willst du sicher gehn - schick's mit der post

im durchschnitt habe ich ein drittel sendungen, die unterwegs verlorengehen - egal, ob nach china oder kärnten/OOE.

Blubber bläschen
00
15.3.2011, 08:58
selektive wahrnehmung

sie erinnern sich natürlich an die briefe, die "verloren gegangen" sind. an die (statistisch) 95%, die rechtzeitig und vollständig ankommen, erinnern sie sich nicht.

chelene chirsch
00
15.3.2011, 10:20

das ist wie ein spamfilter in der IT: spam ist natürlich schlecht.

wenn allerdings die "false positives" mal was wichtiges erwischen, ist das hundert mal so unangenehm wie ein nicht erkannter spam...

anders gesagt: bei den paar tausend sendungen, die ich in meinem leben verschickt habe, wird die quote wohl bei 70 bis 80% liegen - da haben sie fast recht. "erwischen" tuts de facto teure sendungen oder - in meinem speziellen fall - das strafmandat wegen überhöhter geschwindigkeit und dessen mahnung. was glaubens, wie lustig, wenn da der exekutor vor der tür steht...

Ein nitupsaR
 
01
22.2.2011, 12:59

Eigentlich bräuchte man nur einen Markenwert: Die 1-Cent-Marke.

Auf Postkarten bleibt dann zwar net viel Schreibraum übrig, aber das erhöht den Unterhaltungswert.

au contraire
00
22.2.2011, 13:51

Aber Sie können doch dem Postler nicht zumuten, auf jedem Brief nachzuzählen, ob da jetzt 62 oder doch nur 61 Marken drauf pappen ;)

chelene chirsch
01
15.3.2011, 10:22

... 9, 10, bub, dam', könig, as... wie sollen sich da über 60 marken ausgehen ?

verteidigenderweise muss ich anmerken, dass jede zunft ihre teppen hat: unser postler vertut sich gleichmässig bei strassen-, haus- und namen generell; sein vorgänger war analphabet und hat die türschilder mit der anschrift verglichen - wenn es nicht gepasst hat, nahm er die briefe mit nach haus.

der vergleich mit dem kartenspiel kann allerdings bundesheer und magistrat genauso gut treffen...

dermitdemziel
00
22.2.2011, 12:45
Ich hab da eine Frage...

Und zwar verschicke ich ab und zu kleinere Pakete nach Costa Rica. Mit der Post ist es da schon zu Laufzeiten von über drei Monaten gekommen, das letzte Paket habe ich im Dezember verschickt und es ist noch immer nicht dort. Würde mich schwer ärgern, wenn sie es verloren haben.
Kennt jemand eine Alternative zur Post, wo ich meine Sendung verfolgen kann und automatisch versichert bin? Wichtig wäre, dass die Sendung im Postfach des Empfängers landet und nicht in irgendeinem Shop zur Abholung.

22.02.2011
00
22.2.2011, 13:58

Wenn es als Paket aufgegeben ist, kann man auch bei der Post eine Nachverfolgung.

Einfach www.post.at/tracking und die Sendungsnummer eingeben.

Zumindest bei Paketennach Deutschland funktioniert das gut.

xxx...yyy...
00
22.2.2011, 13:00
dhl? ups?

aber ob das vom preis her mit der post vergleichbar ist?

Mr. Bubbles
30
22.2.2011, 12:32

wer hat im letzen jahr einen brief geschrieben, hand hoch (bzw rotes stricherl, grün bei keinem)

Horst Holzinger
15
22.2.2011, 12:31

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kiva
13
22.2.2011, 12:27

Wärs nicht gscheiter gewesen, zuerst auch noch die restlichen Postfilialen alle zuzusperren und dann erst das Porto zu erhöhen?

Schaf im Wald
00
22.2.2011, 12:21

Super - und was mach ich jetzt mit meiner neuen 100er Rolle 55er Marken ??

au contraire
00
22.2.2011, 13:52

Bis 30. April aufbrauchen :P

Artefix
03
22.2.2011, 12:26
Ganz einfach eine Hunderter Rolle 7c marken kaufen

Was sonst?

¦¦¦¦:_?_:¦¦¦¦
04
22.2.2011, 12:07
Weitere Produkte sind der Standard Plus-Brief mit 80 Cent (Economy) und 90 Cent (Premium), der Maxi-Brief mit 1,25 Euro bzw. 1,45 Euro bis hin zum "Maxi plus-Brief" von 2,60 Euro oder 2,90 Euro.

Können wir BITTE wieder ganz normale Gewichtsgrenzen bekommen, ohne Farb- oder Dickenaufpreise, ja?

thomas 2
010
22.2.2011, 12:04
Danke an die Postliberalisierung!

sie hat den Privatkunden günstigere Tarife und mehr Filialen gebracht! Zudem sind die MA mehr denn je hochmotiviert

knievel
00
22.2.2011, 12:01

wenn ich dann weniger werbung erhalte solls mir recht sein.
den letzten analogen brief hab ich im letzten jahrtausend geschrieben :-)

xxx...yyy...
00
22.2.2011, 13:01
und was kann die post für die werbesendungen?

tipp: "keine werbung"-kleber auf's postkastl und fertig.

knievel
00
22.2.2011, 13:21

eh nichts, ich würde es dennoch begrüssen wenn aufgrund gestiegener preise einfach weniger papierwerbung verschickt.
ist ja krank was manche firmen da machen was die papiermenge betrifft...

bego
00
22.2.2011, 12:23
..weniger Werbung und vor allem Rechnungen..:-)

...da bin ich dabei und "analoge" Briefe habe ich 2010 wieder zu schreiben begonnen (auch nach einer jahrzehntelangen Pause). Das war so etwas wie ein Schlüsselerlebnis :-).

Die 12,5 Prozent Preiserhöhung ist für sich betrachtet nicht hoch, aber im Ensamble der ganzen Preisentwicklung werde ich meine Forderungen für die herbstliche Lohnrunde auch bei 10 Prozent ansiedeln müssen.

Sommerset
00
22.2.2011, 11:58
Preiserhöhung

Das sind mehr als 12%!
Höhere Lebensmittelpreise, Benzinpreise etc.
Nun gehts schön langsam los mit der Inflation.
Nur die Löhne bleiben gleich.

Salz Burger
00
22.2.2011, 13:05

Wenn Ihr Lohn in den letzten Jahren nie erhöht worden ist, sollten Sie überlegen, den Job zu wechseln.

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