Volkswagen sollen bald in Russland vom Stapel laufen

21. Februar 2011, 18:08
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London - Autos des VW-Konzerns könnten schon bald vom russischen Autobauer GAZ hergestellt werden, bei dem der Österreicher Siegfried Wolf die Geschicke lenkt. GAZ erwarte die Unterzeichnung eines entsprechenden Vertrags noch im Verlauf dieser Woche, schreibt die Financial Times. Die Zeit für einen Vertragsabschluss drängt. Die russische Regierung hat GAZ eine Frist bis Ende Februar gesetzt. Dann will sie darüber informiert werden, mit wem GAZ zusammenarbeite, um den lokalen Anteil an der örtlichen Fahrzeugproduktion zu erhöhen. "Der Vertrag muss bis zum Monatsende unterzeichnet werden" , wird Wolf zitiert. Er ist Chef des GAZ-Eigners Russian Machines, der wiederum zum Imperium von Oleg Deripaska zählt.

Wolf wollte sich nicht dazu äußern, ob es zu einer Einigung zwischen den beiden Unternehmen gekommen sei. Volkswagen hatte im Herbst angekündigt, mit dem russischen Autobauer über die Montage von bis zu 150.000 Wagen im Jahr im GAZ-Werk in der Wolga-Stadt Nischni Nowgorod zu verhandeln. Dabei gehe es um Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge der Kernmarke VW sowie Wagen der tschechischen Konzerntochter Skoda. Die eigenen Kapazitäten im russischen VW-Werk in Kaluga reichten mittelfristig nicht aus, um den Markt zu bedienen. Die russische Autoindustrie gilt als veraltet. Deshalb setzt Moskau auf Partnerschaften und Know-how-Transfer. (dpa, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22.2.2011)

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