OMV: Analysten sehen für 2010 einen Gewinnsprung

21. Februar 2011, 17:12
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Wien - Die Analysten heimischer Banken erwarten für die am Mittwoch, dem 23. Februar, anstehenden Zahlen für das Geschäftsjahr 2010 der OMV starke Zuwächse beim Umsatz, beim Betriebsergebnis und beim Nettoergebnis. Das Mittel der Schätzungen von Erste Group, Raiffeisen Centrobank (RCB) und UniCredit für den Umsatz 2010 liegt mit 22.543,3 Mio. Euro um 25,82 Prozent höher als zum Vorjahreswert.

Unterm Strich wird im Mittel ein Jahresergebnis (net profit after minorities) von 1.106,4 Mio. Euro erwartet, was einem Anstieg von 93,57 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode entspricht. Eine ebenfalls deutliche Zunahme wird es den Analysten zufolge beim Betriebsergebnis (Ebit) geben. Hier rechnen die Spezialisten gegenüber dem Vorjahr im Mittel mit einem Plus von 72,13 Prozent auf 2.426,7 Mio. Euro.

Die Experten der RCB stufen die OMV-Titel aktuell mit "Hold" und einem Kursziel von 36,00 Euro ein. Die Erste Group empfiehlt die OMV-Aktien hingegen mit "Buy". Analyst Thomas Unger nennt mit 44,50 Euro außerdem ein klar höheres Kursziel als seine RCB-Kollegen. Auch wenn die Erste Group ihre Prognose für das vierte Quartal etwas nach unten revidiert hat, sprächen die hohe Raffineriemarge und die guten fundamentalen Rahmenbedingungen für ein solides Jahresergebnis, so die Analysten.

Auch die Experten der RCB verweisen auf die vorteilhafte Entwicklung der Fundamentaldaten für die OMV. So sollten steigende Ölnotierungen, bessere Raffineriemargen und ein stärkerer Dollar/Euro-Kurs den Ölkonzern für ein starkes Geschäftsjahr gesorgt haben. Für Belastung sorge hingegen der gestiegene Verschuldungsgrad, welcher nach fremdfinanzierten Akquisitionen den Konzern-Zielwert von 30 Prozent überschritten hat. Die UniCredit-Spezialisten bewerten die OMV-Aktie aktuell mit "Hold" und einem Kursziel von 32 Euro. (APA)

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