Isländer stimmen erneut über Entschädigung ab

21. Februar 2011, 17:04
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Präsident lehnt Icesave-Abkommen ab

Wien - Der Streit um 3,5 Mrd. Euro an Entschädigungszahlungen für die Kunden der 2008 pleitegegangenen isländischen Icesave-Bank geht in die nächste Runde. Islands Präsident, Olafur Grimsson, hat das Abkommen abgelehnt, das das Parlament mit den Gläubigern Großbritannien und Niederlande ausverhandelt hatte. Er hat nun die zweite Volksabstimmung zu dieser Frage angesetzt. Großbritannien und die Niederlande haben 340. 000 ihrer Bürger für den Verlust ihrer Icesave-Spareinlagen entschädigt.

Laut Umfragen waren 57 Prozent der Isländer mit den Rückzahlungskonditionen (12.200 Euro je Einwohner) einverstanden. Island müsste das Geld zwischen 2016 und 2046 schrittweise zurückzahlen: an die Niederlande 1,3 Mrd. Euro (drei Prozent Zinsen) und an die Briten 2, 6 Mrd. (3,3 Prozent). Gemäß erstem - und per Volksabstimmung gekippten - Vorschlag hätten die Schulden bis 2024 bezahlt werden müssen, bei 5,5 Prozent Zinsen. (APA, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22.2.2011)

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