Westerwelle verteidigt Handschlag mit Ahmadinejad

21. Februar 2011, 16:55
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Deutscher Außenminister: Kritiker sollten sich an freigelassene deutsche Journalisten wenden

Berlin - Der deutsche Außenminister und Vizekanzler Guido Westerwelle hat seine Zusammenkunft mit dem iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad verteidigt und auf die geglückte Rückkehr von zwei Reportern der Zeitung "Bild am Sonntag" nach 133 Tagen iranischer Haft verwiesen. "Wer kritisiert, dass ich diese Reise gemacht habe, sollte das den beiden sagen, die jetzt in  Deutschland sind", sagte Westerwelle am Montag in Berlin. Aus der Opposition kam der Vorwurf, dass der FDP-Chef mit seinem überraschenden Teheran-Besuch das Regime im Iran diplomatisch aufgewertet habe.

Die Begegnung Westerwelles mit Präsident Ahmadinejad war von der iranischen Seite zur Bedingung für die Freilassung der Reporter gemacht worden. Bundeskanzlerin Angela Merkel wusste zwar über die Reise ihres Stellvertreters Bescheid, nicht aber über das geplante Treffen mit dem Präsidenten. Westerwelle sagte: "Über Einzelheiten des Reiseprogramms haben wir uns nicht ausgetauscht. Die Entscheidungen habe ich allesamt in eigener Verantwortung getroffen.  Es gibt Situationen, die müssen schnell entschieden werden." Der Vizekanzler sagte, er halte seine Entscheidung auch aus heutiger Sicht für "völlig richtig, angemessen und abgewogen". (APA/dpa)

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