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Kulturministerin Claudia Schmied verzichtet auf eine Kommission und wird selbst über die künftige Mak-Leitung entscheiden.
Wien - Das Interesse an der Leitung des Mak ist erstaunlich groß: 58 Personen, vier mehr als kürzlich vom Kulturministerium bekanntgegeben, bewarben sich für die Nachfolge von Peter Noever. 27 Frauen und 31 Männer bekundeten ihr Interesse, ein gutes Drittel kommt aus dem Ausland.
Trotz der Fülle an Bewerbungen verzichtet Kulturministerin Claudia Schmied (SPÖ) auf eine Kommission oder Jury. Nicht einmal eine Vorauswahl lässt sie von ihren Mitarbeitern treffen: "Sie sichtet selbst", sagt ihre Pressesprecherin Sigrid Wilhelm. "Und sie trifft auch die Entscheidung." Bis zum Sommer will Schmied die neue Leitung designiert haben. Bei ihrer Suche fühlt sie sich nicht an die Bewerbungen gebunden.
Ob dieser wenig transparenten Vorgänge brodelt es derzeit in der Gerüchteküche. Christoph Thun-Hohenstein, der Chef von Departure, wird immer wieder als einer der Favoriten genannt. Er winkt aber ab: "Ich habe mich nicht beworben, weil ich ohnedies eine interessante Position innehabe." Sollte Schmied nicht völlig beratungsresistent sein wollen, stünde er für ein Gespräch bereit. Denn Departure hat mehrere Berührungspunkte mit dem Mak; ihm sei daher daran gelegen, dass eine Person bestellt wird, mit der sich gut zusammenarbeiten lässt.
Eine solche wäre wohl Lili Hollein. Sie etablierte in den letzten Jahren zusammen mit Tulga Beyerle und Thomas Geisler die von Departure mitfinanzierte Vienna Design Week. Geisler, seit dem Herbst Design-Kurator im Mak, dürfte sich nicht um die Leitung beworben haben; Lili Hollein als Chefin wäre ihm willkommen.
Lili Hollein hat aber große Konkurrenz: Des Öfteren genannt wird der auch in New York tätige Ausstellungsmacher Christian Witt-Dörring, von 1979 bis 2004 Leiter der Mak-Möbelsammlung, und die Designerin Verena Formanek. Die Innsbruckerin, Jahrgang 1954, war von 1989 bis 1996 Kuratorin am Mak und ab 1993 Noevers Stellvertreterin. Zuletzt, bis 2009, leitete sie die Sammlungen im Museum für Gestaltung Zürich.
Ins Spiel gebracht wird zudem Roger M. Buergel, Leiter der Documenta 12, und seine Frau Ruth Noack. Im Oktober 2008 wurde Buergel, 1962 in Berlin geboren, als Chefkurator an das Miami Art Museum berufen, doch bereits im Sommer 2009 trennte man sich einvernehmlich. Chancen werden zudem Elisabeth Schweeger und Barbara Steiner, seit 2001 Chefin der Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig, eingeräumt. (Thomas Trenkler, DER STANDARD - Printausgabe, 22. Februar 2011)
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es geht ja auch gar nicht über jahrzehnte innovatives zu bringen und ständig kreative ideen zu entwickeln und umzusetzen.
das gilt genauso für einige lebenslange thetaerdirektoren in wien (zB. haspel (hat endlich sein theater abgegeben) oder das serapionstheater) von denen kommt schon seit ewig nichts neues mehr
http://www.youtube.com/watch?v=bspkdP4jrqg
Die Dame wirkt eher wie eine Politikerin als jemand der sich mit der aktuellen Kunstszene auskennt.
denn, das haben alle anderen davor auch. die meisten anderen politikerInnen ziehen es aber vor eine pseudoobjektivierung durch legitimationsgremien medial in szene zu setzen. aber wie auch beim filmfonds wien, bei departure, bei der oper, bei den museen, etc. haben überall die politikerInnen die alleinige kompetenz zu bestellen.
ich freue mich, dass es hier transparent ist und schmied letztlich auch für ihre entscheidungen gerade stehen wird müssen und nicht immer irgendeine berufungskommission vorschiebt. wir alle wissen, dass diese kommissionen nicht frei entscheiden dürfen.
...
Da Frau Schmied die Ministerin ist, ist es in Ordnung, daß sie entscheidet - und daß sie die Verantwortung für die Entscheidung übernimmt..!
Daß sie keinen Rat und keine Beratung annehmen will, scheint allerdings, na sagen wir: hoppadatschig. Kennt sie sich wirklich so gut aus, daß sie sich nicht einmal _beraten_ lassen will?
Daß sie sich nicht an die Bewerbungen gebunden fühlt..? Wozu dann die Ausschreibung?
Zuletzt allerdings noch dies: Auch wenn sie die Kompetenz und die Befugnis besitzt - in einem demokratischen Staatswesen sollte es Pflicht sein, daß die Entscheidung _begründet_ wird. Und zwar mit Sachargumenten und nicht mit: Car tel est notre plaisir...
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