58 Bewerbungen fürs MAK

21. Februar 2011, 17:29
  • Kulturministerin Claudia Schmied verzichtet auf eine Kommission und wird selbst über die künftige Mak-Leitung entscheiden.
    foto: reuters/herwig prammer

    Kulturministerin Claudia Schmied verzichtet auf eine Kommission und wird selbst über die künftige Mak-Leitung entscheiden.

Keine Kommission, Schmied entscheidet selbst

Wien - Das Interesse an der Leitung des Mak ist erstaunlich groß: 58 Personen, vier mehr als kürzlich vom Kulturministerium bekanntgegeben, bewarben sich für die Nachfolge von Peter Noever. 27 Frauen und 31 Männer bekundeten ihr Interesse, ein gutes Drittel kommt aus dem Ausland.

Trotz der Fülle an Bewerbungen verzichtet Kulturministerin Claudia Schmied (SPÖ) auf eine Kommission oder Jury. Nicht einmal eine Vorauswahl lässt sie von ihren Mitarbeitern treffen: "Sie sichtet selbst", sagt ihre Pressesprecherin Sigrid Wilhelm. "Und sie trifft auch die Entscheidung." Bis zum Sommer will Schmied die neue Leitung designiert haben. Bei ihrer Suche fühlt sie sich nicht an die Bewerbungen gebunden.

Ob dieser wenig transparenten Vorgänge brodelt es derzeit in der Gerüchteküche. Christoph Thun-Hohenstein, der Chef von Departure, wird immer wieder als einer der Favoriten genannt. Er winkt aber ab: "Ich habe mich nicht beworben, weil ich ohnedies eine interessante Position innehabe." Sollte Schmied nicht völlig beratungsresistent sein wollen, stünde er für ein Gespräch bereit. Denn Departure hat mehrere Berührungspunkte mit dem Mak; ihm sei daher daran gelegen, dass eine Person bestellt wird, mit der sich gut zusammenarbeiten lässt.

Eine solche wäre wohl Lili Hollein. Sie etablierte in den letzten Jahren zusammen mit Tulga Beyerle und Thomas Geisler die von Departure mitfinanzierte Vienna Design Week. Geisler, seit dem Herbst Design-Kurator im Mak, dürfte sich nicht um die Leitung beworben haben; Lili Hollein als Chefin wäre ihm willkommen.

Lili Hollein hat aber große Konkurrenz: Des Öfteren genannt wird der auch in New York tätige Ausstellungsmacher Christian Witt-Dörring, von 1979 bis 2004 Leiter der Mak-Möbelsammlung, und die Designerin Verena Formanek. Die Innsbruckerin, Jahrgang 1954, war von 1989 bis 1996 Kuratorin am Mak und ab 1993 Noevers Stellvertreterin. Zuletzt, bis 2009, leitete sie die Sammlungen im Museum für Gestaltung Zürich.

Ins Spiel gebracht wird zudem Roger M. Buergel, Leiter der Documenta 12, und seine Frau Ruth Noack. Im Oktober 2008 wurde Buergel, 1962 in Berlin geboren, als Chefkurator an das Miami Art Museum berufen, doch bereits im Sommer 2009 trennte man sich einvernehmlich. Chancen werden zudem Elisabeth Schweeger und Barbara Steiner, seit 2001 Chefin der Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig, eingeräumt. (Thomas Trenkler, DER STANDARD - Printausgabe, 22. Februar 2011)

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ich sitz gern im cafe prückl

reicht wohl für den job

Frau Minister, springen Sie über Ihren Schatten....

....und nominieren Sie ein weiteres Mal den Noever! Fachlich steckt dieser die ganze Anwärter-Mafia locker in den Sack.........

gehr bitte hör auf, der noever hatte seine beste zeit vor 20 jahren

es geht ja auch gar nicht über jahrzehnte innovatives zu bringen und ständig kreative ideen zu entwickeln und umzusetzen.

das gilt genauso für einige lebenslange thetaerdirektoren in wien (zB. haspel (hat endlich sein theater abgegeben) oder das serapionstheater) von denen kommt schon seit ewig nichts neues mehr

Hier ein Interview mit Fr. Hollein

http://www.youtube.com/watch?v=bspkdP4jrqg

Die Dame wirkt eher wie eine Politikerin als jemand der sich mit der aktuellen Kunstszene auskennt.

stimmt, alle nur nicht frau hollein!

wenn sie der ministerin verspricht ihr das büro neu einzurichten, kann sie noch so viel daher stammeln, dann wird sie es.
die scheint echt grosse chancen zu haben, bei dem namen überhaupt

nachdem was noever der ministerin angetan hat ist es ein wunder dass sie ihn nicht früher vom amt enthoben hat.
oder wollten sie in so einem büro arbeiten?
schaut etwa so aus wie das der sekretärin VOR dem ministerinnenbüro.

ich finde es gut dass schmied selbst entscheidet

denn, das haben alle anderen davor auch. die meisten anderen politikerInnen ziehen es aber vor eine pseudoobjektivierung durch legitimationsgremien medial in szene zu setzen. aber wie auch beim filmfonds wien, bei departure, bei der oper, bei den museen, etc. haben überall die politikerInnen die alleinige kompetenz zu bestellen.

ich freue mich, dass es hier transparent ist und schmied letztlich auch für ihre entscheidungen gerade stehen wird müssen und nicht immer irgendeine berufungskommission vorschiebt. wir alle wissen, dass diese kommissionen nicht frei entscheiden dürfen.

wenn sie es ganauso gut macht wie ihren bankjob und die schulreform,
dann könne wir uns auf allerhand gefasst machen

Ich vermisse die Ironie Tags in Ihrem post.

Denn ernst können Sie das ja wohl nicht meinen - es sei denn, Sie sind ein Löwelstraßen-ferngesteuerter Roboter?

schmied vergibt freihändig

da darf man ja gespannt sein, wer es wird. ganz sicher niemand mit spö-nähe.
ist das die methode, mit der sich die spö über die verhasste schüssel-ära moralisch erheben will?
beeindruckend.

Wenn sie jemanden nehmen würde, der ihr

nicht nur fachlich, sondern auch sonst zutiefst zuwider ist, müsste man an ihrem Verstand zweifeln.

Verena Formanek has the qualification and a great international reputation.

you has a super english

a great international reputation ???

hat alle jobs im Streit verlassen

Dazu folgendes (allein auf dem Artikel basierend - Frau Schmied wird ja nur über die Pressesprecherin zitiert):

...

Da Frau Schmied die Ministerin ist, ist es in Ordnung, daß sie entscheidet - und daß sie die Verantwortung für die Entscheidung übernimmt..!

Daß sie keinen Rat und keine Beratung annehmen will, scheint allerdings, na sagen wir: hoppadatschig. Kennt sie sich wirklich so gut aus, daß sie sich nicht einmal _beraten_ lassen will?

Daß sie sich nicht an die Bewerbungen gebunden fühlt..? Wozu dann die Ausschreibung?

Zuletzt allerdings noch dies: Auch wenn sie die Kompetenz und die Befugnis besitzt - in einem demokratischen Staatswesen sollte es Pflicht sein, daß die Entscheidung _begründet_ wird. Und zwar mit Sachargumenten und nicht mit: Car tel est notre plaisir...

finde ich auch o.k.

dass sie allein entscheidet. Prügel kriegt sie so oder so noch von allen Verlierern und ihrer Sippschaft. Sie kriegt sie sie erhobenen Hauptes und muss sich nicht hinter irgendeiner Jury verstecken.

"Schmied entscheidet selbst "

Ist das eine Drohung? Welcher Genosse wirds wohl werden...

Den Balken im eigenen Auge ......

Ja, ja. Schon die ganzen Schüssel-Hawara in ÖBB & Co. vergessen. Auf dem rechten Auge blind sein ist ja so schön.

kommt sie durch?

Woran kann es liegen das

die Fr. Min. Schmied bei mir im Ranking: unsympathischte Politiker im Spitzenfeld liegt?

weil du ein erzkonservativer schwarzer oder blauner bist vielleicht?

blauner ist genial!!

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