Wienerberger: Analysten sehen Ergebnisrückgang für 2010

21. Februar 2011, 16:31
posten

Wien - Für die am morgigen Dienstag zur Vorlage anstehenden Gesamtjahreszahlen 2010 des heimischen Baustoffherstellers Wienerberger erwarten Analysten Rückgänge sowohl beim Umsatz als auch bei den Ergebnissen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB), Erste Group und UniCredit schätzen im Durchschnitt einen Jahresumsatz von 1,76 Mrd. Euro, das würde einem Minus von über 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entsprechen. Die Konsensusprognose für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) liegt bei 207,9 Mio. Euro. Das entspricht einem leichten Minus von 0,32 Prozent. Das Betriebsergebnis (Ebit) wird bei durchschnittlich 16,8 Mrd. Euro nach 19,0 im Vorjahreszeitraum erwartet.

Experten der Erste Group erwarten einen Umsatz- und Ergebnisanstieg für das vierte Quartal 2010. Der Analyst Franz Hörl verwies auf einen positiven Trend am Häusermarkt in Westeuropa. Aber auch jener in Osteuropa sollte langsam den Boden gefunden haben, während der Immobilienmarkt in den USA sich mittlerweile schon stabilisiert hat. Zudem habe der strenge Winter im Vorjahr dem Unternehmen stark zu schaffen gemacht. Bautätigkeiten seien in den ersten Monaten des vergangenen Jahres nur sehr eingeschränkt zugelassen gewesen, hatte Heimo Scheuch, Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG, anlässlich der ersten Quartalsergebnisse des vergangenen Geschäftsjahres kommentiert.

Im Gesamtjahr sei allerdings immer noch mit einem Umsatzrückgang zu rechnen, so Franz Hörl. Während im Vorjahr negative Sondereffekte, allen voran Firmenwertabschreibungen und Restrukturierungsaufwendungen die Ergebnisse belasteten, sei dies 2011 nicht zu erwarten. Bereinigtes EBITDA und EBIT sollen sich im Gesamtjahr weitgehend stabil entwickelt haben, erwartet der Analyst.

Die Wertpapierexperten der RCB erwarten auch eine Ergebnisverbesserung für das vierte Quartal. Diese erklären sie mit der Erholung am Häusermarkt. Zudem wurden die Produktionskapazität angepasst und die Bilanzen gestärkt, kommentierten die Experten. Die Experten der UniCredit erwarten einen Umsatzrückgang für das Gesamtjahr, der vor allem von der CEE-Sparte herrühren soll. In dieser Region dürften sowohl rückläufige Verkaufsmengen als auch sinkende Preise die Umsätze belastet haben. (APA)

Share if you care.