Unsicherheit der Reisenden steigt in Krisenzeiten

21. Februar 2011, 16:23
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Revolutionen, Aufstände und Proteste haben Auswirkungen auf den Reisemarkt. Touristen fühlen sich unsicher und wünschen sich mehr Absicherung

Die Unsicherheit bei Reisen ist angesichts der Vorkommnisse der jüngsten Vergangenheit bzw. der Gegenwart ein Faktor, der sich auch auf das Buchungsverhalten der Reisenden auswirkt. Stornos, Umbuchungen und vage Zusagen bezüglich Flugverbindungen lassen Touristen zum Teil etwas ratlos zurück.

Eine Umfrage unter 1.003 Deutschen, durchgeführt durch die TUI Deutschland gemeinsam mit TNS Emnid Mitte Februar 2011, hat ergeben, dass zunehmend Wert auf umfassende Betreuung und eine zuverlässige Reisedurchführung gelegt wird.

Sicherheit beim Veranstalter

Ein großer Teil der Deutschen, nämlich 36 Prozent, achtet bereits bei der Planung der Reise stärker auf die Sicherheit als bei der letzten Buchung. Eine Möglichkeit für mehr Sicherheit bietet für viele die Buchung bei einem Veranstalter. Für 50 Prozent hat der Sicherheitsaspekt weder an Bedeutung verloren noch gewonnen und für fünf Prozent ist Sicherheit auf Reisen weniger wichtig geworden. Neun Prozent machten keine Angaben zu dem Thema.

Wichtig im Krisenfall: die sichere Heimreise

Besonders viele Reisende erwarten vor allem im Fall einer Krise eine umfassende Betreuung durch den Reiseveranstalter. 95 Prozent der Befragten wollen diese Sicherheit im Fall des Falles gewährt haben. Vor einem Jahr lag der Anteil noch bei 81 Prozent. Für neun von zehn Reisenden sind die schnelle Information (95 Prozen) sowie eine unkomplizierte und sichere Organisation der Rückreise im Krisenfall (93 Prozent) sowie die Kostenübernahme für den Rücktransport (91 Prozent) wichtige Kriterien, wenn es um eine sichere Durchführung einer Veranstalterreise geht.

Die kostenlose Stornierung oder Umbuchung einer Reise ist für 92 Prozent der Befragten ein wichtiger Punkt bei der Reiseentscheidung, 68 Prozent wünschen sich ein attraktives Angebot an Ersatzreisen, wenn eine gebuchte Reise im Krisenfall nicht angetreten werden kann. (red)

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    Nach der Krise kommen die Touristen wieder nach Ägypten. Die Unsicherheit bleibt.

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