Diabetes

Wie Radiologie bei Zuckerkrankheit hilft

21. Februar 2011, 17:22
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    foto: apa/christof stache

    Die "Schaufensterkrankheit" tritt bei Diabetespatienten deutlich früher auf.

Radiologische Alternativen bei Diagnose und Therapie von Diabetes und Folgeerkrankungen

Wien - An Diabetes leiden in Österreich mehr als 300.000 Menschen. Experten vermuten, dass die Dunkelziffer noch wesentlich höher liegt.

Global gesehen liegt Diabetes, umgangssprachlich auch "Zuckerkrankheit" genannt, unter den fünf häufigsten Todesursachen, an deren Folgen jährlich über drei Millionen Menschen sterben. Dennoch ist sie in Österreich eine der wohl meist unterschätzten Krankheiten.

Die langfristige Erhöhung des Blutzuckerspiegels wirkt sich vor allem auf die Blutgefäße und das Nervensystem aus. Die mit Diabetes einhergehenden Folgeerkrankungen sind weniger bekannt als ihr Auslöser: Schlaganfälle und Herzinfarkte, dialysepflichtige Niereninsuffizienz, Erblindung, Fußgeschwüre und Beinamputation.

Schaufenstererkrankung

Bei Diabetespatienten tritt die sogenannte "Schaufenstererkrankung", eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK), deutlich früher auf und verläuft meist auch schwerwiegender als bei Nichtdiabetikern. So ist eine symptomatische PAVK drei bis vier Mal so häufig und das Amputationsrisiko bis zu 30 Mal so hoch wie bei einem gesunden Menschen.

Bei Verdacht auf PAVK kann die Radiologie ein für die Patienten überaus schonendes Diagnoseverfahren anbieten: Die Magnetresonanz-Angiographie (MRA) ist ein bildgebendes Verfahren, bei dem mittels Magnetwellen eine Darstellung der Blutgefäße möglich ist, und kommt ohne den Einsatz eines Katheters aus. Sie kann somit ambulant in radiologischen Instituten durchgeführt werden.

Radiologisch gesteuerte Behandlungsverfahren klar im Vorteil

Die "Schaufensterkrankheit" manifestiert sich in Form von Schmerzen im Bewegungsapparat. Auch hier erkennen Experten wie Siegfried Thurnher, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Interventionelle Radiologie (ÖGIR) und Vorstand der radiologischen Abteilung im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, in radiologisch gesteuerten Verfahren einen klaren Vorteil gegenüber der sonst üblichen invasiven chirurgischen Eingriffe.

Thurnher gegenüber der European Society of Radiology (ESR): "Zahlreiche Studien konnten deutliche Vorteile der minimal-invasiven Angioplastie gegenüber der offenen Chirurgie aufzeigen, so dass die Bypass-Chirurgie nur bei Versagen der radiologischen Verfahren zum Einsatz kommt. Bei der Angioplastie werden winzige Ballonkatheter über die Leistenarterie in lokaler Betäubung eingeführt und so die Gefäßenge oder der Verschlußbereich aufgedehnt".

Einsetzung eines Stents

Oft erfolgt auch zusätzlich die Einsetzung eines Stents - ein metallisches Röhrchen, das die Gefäße auf Dauer offen hält. Die meisten Amputationen eines "diabetischen Fußes", der auf eine schwere Durchblutungsstörung zurück zu führen ist, können durch eine kombinierte Therapie mit Antibiotika, chirurgischer Wundbehandlung und radiologisch-gesteuerter Wiederherstellung der Durchblutung vermieden werden. (red)

Termin:

Am 23. Europäischen Radiologenkongress (European Congress of Radiology/ECR) tagen von 3. bis 7. März 19.000 Spezialisten aus dem Bereich der medizinischen Bildgebung in Wien.

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12 Postings
hot doc
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24.2.2011, 20:42
noch was: bei den herzkranzgefäßen

machen die direkt am patienten tätigen ärzte, namentlich die kardiologen, die angioplastien. und so sollte es auch bei den beinarterien sein: ein arzt, der patienten nur vom röntgenbild kennt (radiologe), der behandelt auch nur röntgenbilder. ein arzt, der hingegen die patienten, deren hintergrund und deren sonstige untersuchungergebnisse kennt, behandelt die krankheit der patienten. und deshalb würde es unglaublich zielführend sein, wenn die kardiologen auch die beinarterien behandeln würden.
nur weil röngenstrahlen im spiel sind, heisst das noch lange nicht, dass sich ein röntgenarzt um gefäßeingriffe annehmen sollte, kollege thurnher.

Hellex
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Ich empfehle Ihnen dringenst:

informieren Sie sich. Schauen Sie nach, was in der Angiographie gemacht wird und wer das macht. Vor allem in der interventionellen Radiologie!
Ich kenne Herrn Thurnher nicht persönlich, aber ich glaube zu wissen von wem die Rede ist, wo dieser arbeitet und was dieser macht. Und glauben Sie mir: der weiss was er tut.

hot doc
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rofl.

glauben sie mir: ich weiss sehr gut, wovon ich schreibe, und kann ihnnen allerhand übers angiographieren erzählen. ich kenne auch den prof. thurnher. und ich weiss, was er tut - darüber will ich auch kein böses wort verlieren, aber interventionen sind im kontext einer klinischen tätigkeit gezielter zu machen.

Hellex
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Na dann

sperren wir doch alle Angiographien zu und machen was der Herr Doc sagt!

hot doc
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darf ich sie höflich ersuchen, meine postings nochmals, und zwar sinnerfassend, zu lesen?

Hellex
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Warum?

Das ändert nichts an: nur weil röngenstrahlen im spiel sind, heisst das noch lange nicht, dass sich ein röntgenarzt um gefäßeingriffe annehmen sollte, kollege thurnher.
Ich verstehe nur nicht, was Sie sich dann vorstellen?
Bsp. BBA: soll der Chirurg ab einem gewissen Zeitpunkt übernehmen?

hot doc
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klar doch: der soll mal dopplerdrucke machen, bevor er jeden, dem der haxn weh tut, zur BBA überweist.

Hellex
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Ich kann Ihre Postings nicht sinnerfassend lesen

denn es ergibt keinen Sinn. Ich arbeite in der Radiologie und Ihre Kommentare sind einfach sowas von an unserer Arbeitsweise vorbei, dass es einerseits völlig daneben bei uns abgeht oder andererseits Sie nicht wirklich wissen, was bei uns abgeht. Da ich aber vom Grossteil unserer Arbeit überzeugt bin, muss ich Sie in Frage stellen!

hot doc
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aber ich versuche es nochmals:

Bei Verdacht auf PAVK kann die Radiologie ein für die Patienten überaus schonendes Diagnoseverfahren anbieten: Die Magnetresonanz-Angiographie...

das ist einfach nicht richtig, es so wie hier darzustellen, dass es sich hier um eine screeninguntersuchung handelt, die man gleich jedem menschen, dem die beine wehtun, oder weil er diabetiker ist, angedeihen lassen sollte. so schafft man ein unfinanzierbares gesundheitssystem.

Hellex
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Jetzt verstehe ich Sie schon besser!

Aber ich dachte, der Artikel sagt genau das aus. Im Übrigen ist es seit dem automatischen Tischvorschub im MRT Routine, vor der Angio die MRT zu machen. Allerdings höre ich oft von unseren Chirurgen, dass Stenosen nicht wahrheitsgetreu rüber kommen!
Noch was: die Artkel im Standard über solche Themen lese ich immer seltener, weil es einfach nicht der Wahrheit entspricht bzw. diese stark verzerrt wird. Und: Dr. Thurnher macht sehr wohl Dopplerdruckmessungen bei gewissen Patienten!
Das mit meiner Reaktion nehme ich nicht für ungut, da ich auch nicht besser bin, was meine Meinung über unsere Zuweiser betrifft!

hot doc
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und genau das ist das problem.

wenn für sie meine kommentare keinen sinn machen, dann deswegen, weil sie nicht in der klinischen medizin arbeiten. andererseits weiss ich nur zu gut, was bei ihnen abgeht, und deshalb kommt ihre reaktion nicht unerwartet. nichts für ungut.

hot doc
10
24.2.2011, 20:36
radiologie ist eine gut bezahlte medizinische hilfswissenschaft.

und die merkantilen beweggründe, solchen unsinn wie hier zu posten, sind evident.

natürlich hat ein diabetiker, zumal wenn er schlecht metabolisch "kontrolliert" ist, ein hohes risiko, an einer pavk zu erkranken. nur ist am anfang, so wie immer in der medizin, eine gute anamnese notwendig. und die basisuntersuchung der wahl ist die oszillographie bzw. eine dopplerdruckmessung.
erst wenn die pathologisch ausfällt, ist eine morphologische abklärung indiziert, und da kommt die ct-angio und mr-angio ins spiel. als sceeninguntersuchung hingegen ist sie teuer und nutzlos, weil sie keine aussage über die tatsächliche blutversorgung geben kann.

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