Mehr als 30 Tote bei Selbstmordanschlag in Kunduz

21. Februar 2011, 14:04
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Rund 40 weitere seien verletzt worden - Im Verwaltungszentrum des Distrikts Imam Sahib in die Luft gesprengt

Kunduz - Ein Selbstmordattentäter hat in der nordafghanischen Provinz Kunduz bei einem Anschlag mehr als 30 Menschen mit in den Tod gerissen. Rund 40 weitere seien verletzt worden, als sich der Täter am Montag im Verwaltungszentrum des Distrikts Imam Sahib in die Luft sprengte. Zum Zeitpunkt des Anschlags hatten sich in dem Gebäude zahlreiche Menschen aufgehalten, um sich neue Ausweise abzuholen.

Erst am Samstag hatte ein Taliban-Selbstmordkommando der Stadt Jalalabad im Osten des Landes ein Bank attackiert und mindestens 38 Menschen getötet, darunter mehr als 20 Angehörige der afghanischen Sicherheitskräfte. Am Freitag waren bei zwei Angriffen auf die Bundeswehr in den Nordprovinzen Baghlan und Kunduz drei deutsche Soldaten getötet und zehn weitere verletzt worden.

Im Osten des Landes kam unterdessen eine sechsköpfige Familie bei einem NATO-Luftangriff ums Leben. Ein Kampfflugzeug habe in der Nacht zu Montag ein Wohnhaus in der Provinz Nangarhar beschossen, in dem sich Taliban-Kämpfer versteckt hatten, sagte ein Sprecher der Regionalregierung. Neben drei Aufständischen seien dabei auch ein Ehepaar und dessen vier Kinder getötet worden. Die Internationalen Schutztruppe ISAF kündigte eine Untersuchung an. Die Behörden in der Nachbarprovinz Kunar hatten die ISAF am Sonntag beschuldigt, innerhalb von drei Tagen bei mehreren Militäroperationen mindestens 51 Zivilisten getötet zu haben.(APAag.)

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