Unruhen in arabischer Welt gefährden Welthandel nicht

21. Februar 2011, 12:25
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Konjunkturexperte: Negativ-Szenario nur bei Suez-Kanal-Sperre

München - Die politischen Unruhen in der arabischen Welt stellen nach Einschätzung des ifo-Instituts vorerst kein Problem für den Welthandel dar. "Die betroffenen Länder haben einen relativ kleinen Anteil am Welthandel", sagte ifo-Konjunkturexperte Klaus Abberger am Montag Reuters. Der globale Aufschwung werde deswegen nicht gestoppt.

Allerdings gebe es Szenarien, die die Einschätzung verändern könnten, schränkte Abberger ein. Sollte der Handel durch den strategisch wichtigen Suez-Kanal in Ägypten unterbrochen werden, könnten Öl-Lieferungen und die Exporte aus China nicht mehr auf dem schnellsten Seewege nach Europa gelangen. Mindestens genauso problematisch wäre ein Umdenken der internationalen Investoren, so Abberger. Sollte die Gewalt zu einer generellen Vorsicht der Geldgeber in Schwellenländern führen, seien dort Investitionen in Gefahr.

In Ägypten haben wochenlange Demonstrationen zum Rücktritt des langjährigen Machthabers Hosni Mubarak geführt. In den vergangen Tagen eskalierte die Lage unter anderem in Libyen und Bahrain. (APA/Reuters)

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