Österreich spart heuer 5.460 Euro pro Kopf

21. Februar 2011, 12:05
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Integral-Studie für die Erste Bank: Sparbuch bleibt beliebteste Anlageform - Zwei Drittel der Österreicher vertrauen in den Euro

Durchschnittlich wollen Herr und Frau Österreicher im heurigen Jahr einen Betrag von 5.460 Euro ansparen - das geht aus einer Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Integral im Auftrag der Erste Bank hervor. Trotz der aktuell sehr niedrigen Zinsen ist das Sparbuch demnach weiterhin die beliebteste Anlageform, 62 Prozent der Befragten wollen in den nächsten zwölf Monaten ihr Geld aufs Sparbuch legen. Etwas weniger werden einen Bausparvertrag (58%) abschließen, 40 Prozent wollen heuer in eine Lebensversicherung und 34 Prozent in die Pensionsvorsorge investieren.

Rund ein Drittel will groß investieren

Für Fonds können sich 2011 lediglich 17 Prozent begeistern, Immobilien wollen 11 Prozent kaufen, und immerhin 8 Prozent werden sich Gold ins Depot legen. "Geld zur Seite zu legen, in welcher Form auch immer, ist den Österreichern traditionell sehr wichtig", betont Peter Bosek, Privat- und Firmenkundenvorstand der Erste Bank. In den 5.460 Euro sind Einmalbeträge aus Geldgeschenken, Abfertigungen oder Erbschaften genauso berücksichtigt wie etwa das, was am Monatsende übrig bleibt.

Rund ein Drittel der Befragten plant heuer größere Anschaffungen wie z.B. eine eigene Wohnung oder ein neues Auto. 15 Prozent davon wollen sich das mittels Kredit finanzieren und dafür durchschnittlich 70.200 Euro aufnehmen.

Keine großen Euro-Sorgen

Um den Zustand der europäischen Gemeinschaftswährung macht sich die Mehrheit der Österreicher keine Sorgen. Knapp zwei Drittel glauben an den Euro. Die Staatsschuldenkrise einiger südeuropäischer Länder hat zunächst zu einem Vertrauensverlust der Finanzmärkte geführt und letztlich zu einer Belastungsprobe für den Zusammenhalt der Eurozone.

Das klare politische Bekenntnis der großen Eurozone-Staaten zu mehr Gemeinsamkeit sorgte dann aber seit Jahresbeginn wieder zu einer Befestigung der Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar. "Der Euro ist nach wie vor eine stabile Währung. Die Konsolidierung der Staatshaushalte einiger Euroländer wird dennoch das bestimmende Thema des Jahres 2011 werden", so Bosek weiter.

"Zinsen absichern"

Die Leitzinsen werden vorläufig noch niedrig bleiben, was für Kreditnehmer weiter positiv ist, am Sparbuch wird es allerdings bis dahin auch keine großen Sprünge nach oben geben. Die Experten der Erste Bank gehen davon aus, dass die EZB die Leitzinsen frühestens im 4. Quartal 2011 anheben wird, voraussichtlich um 25 Basispunkte. 2012 wird sich das dann auch auf die Spar- und Kreditzinsen auswirken. "Die niedrigen Zinsen sollten heuer noch die eine oder andere Investition beflügeln", meint Bosek. Da die Zinsen in den nächsten Jahren sicher wieder steigen werden, sollte man sich das aktuell niedrige Niveau mit z.B. einer Fixzinsvereinbarung auf die nächsten Jahre unbedingt absichern, rät der Erste-Bank-Vorstand. (red)

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    "Give it to me, baby!" - Geld zur Seite zu legen, in welcher Form auch immer, ist den Österreichern traditionell sehr wichtig, weiß man bei der Erste Bank.

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