Mord gilt als geklärt

21. Februar 2011, 11:42
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Nachbar als mutmaßlicher Täter - Beschuldigter kann sich nicht an Tatzeit erinnern

Nach dem am Samstag entdeckten Mord an einem 48 Jahre alten Mann in Wien-Hietzing hat sich der Verdacht gegen einen Nachbarn des Opfers erhärtet. Der 28-Jährige werde noch im Laufe des Tages in die Justizanstalt Josefstadt überstellt. Das teilte die Polizei am Montag mit.

Stefan S. war bereits kurz nach Entdeckung der Leiche in Verdacht geraten. Thomas B. wurde mit mehreren Stichverletzungen in der Brust in seiner Kleinwohnung in der Waldvogelstraße gefunden, neben ihm ein Küchenmesser. Bei dem 28-Jährigen stellten die Ermittler eine Hose mit Blutspuren sicher, die sich als jene des Opfers herausstellten. Auch die Tatwaffe stammte aus dem Besitz des Verdächtigen. Mühsam war die Einvernahme: Der 28-Jährige war stark alkoholisiert und befand sich in einem emotionalen Ausnahmezustand.

Der 28-Jährige verantwortete sich damit, vom späteren Opfer sexuell bedrängt worden zu sein, worauf es zu einer Auseinandersetzung gekommen sei. Die Tatzeit konnte der Verdächtige laut Polizei nicht angeben: entweder in der Nacht auf Freitag oder in der Nacht auf Samstag. Gesichert ist, dass der 48-Jährige am Donnerstag noch lebte und Kontakt zu einer Bekannten hatte, die dann am Samstag aus Sorge um B. die Polizei alarmierte. (APA)

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