Wiederbetätigung

"Unerträgliche Laxheit der Strafjustiz"

21. Februar 2011, 10:52
  • Artikelbild
    foto: rubra

    Teilnehmer einer Gedenkfeier in der KZ-Gedenkstätte Ebensee, anlässlich der 65-jährigen Wiederkehr der Befreiung der Häftlinge.

Breite Kritik an Justizministerin Bandion-Ortner wegen schleppenden Neonazi-Verfahren - Staatsanwaltschaften weisen Kritik zurück

Linz - SPÖ, Grüne, KPÖ, ÖGB, Mauthausen Komitee und Antifa-Netzwerk in Oberösterreich sowie die Israelitische Kultusgemeinden haben am Montag kritisiert, dass in wichtigen Strafverfahren gegen mutmaßliche Neonazis nichts weiter geht. Am 20. August 2009 wurden die "Nationale Volkspartei" (NVP) und die "Bunten" von den zuständigen Behörden von Landtags- bzw. Gemeinderatswahlen ausgeschlossen und wegen Wiederbetätigung angezeigt. Die Strafjustiz habe immer noch keine Ergebnisse erzielt, klagten die Parteien und Verbände in Aussendungen an.

Belastungsmaterial

"Wir fordern, dass es zu Anklagen wegen Wiederbetätigung kommt!" protestierte Raimund Fastenbauer, Generalsekretär der Israelitischen Kultusgemeinden. Auch das Mauthausen Komitee Österreich, das die Überlebenden des Konzentrationslagers Mauthausen vertritt, kritisierte, dass in den Strafverfahren nichts weitergehe, dabei liege geradezu erdrückendes Belastungsmaterial vor: "Von Fotos mit Hitlergruß und Nazi-T-Shirts bis hin zu einem Parteiprogramm, das teilweise aus einem SS-Text abgeschrieben wurde." Diese unerträgliche Laxheit der Strafjustiz schade der Demokratie und dem Rechtsstaat, so Bundesvorsitzender Willi Mernyi. Robert Eiter, Sprecher des oö. Antifa-Netzwerks nannte, die Tatsache, dass die Anzeigen wegen Wiederbetätigung bis heute ergebnislos geblieben seien, ein besonders krasses Beispiel für die Untätigkeit der Behörden .

"Rechtsextreme Pamphlete"

Der Verfassungsgerichtshof habe die Wahlausschlüsse längst bestätigt und gegen beide rechtsextreme Gruppen liege massives Belastungsmaterial vor, so die SPÖ. Landesgeschäftsführer Christian Horner wies darauf hin, dass die NVP weiterhin ihr ewig gestriges Gedankengut verbreite und auch "Bunten"-Listenchef Ludwig Reinthaler weiterhin rechtsextreme Pamphlete verschicke. Er forderte Justizministerin Claudia Bandion-Ortner auf, endlich dafür zu sorgen, dass die Staatsanwaltschaften Linz und Wels bei den Ermittlungen Ergebnisse erzielen.

Seit den Anzeigen seien mittlerweile 18 Monate vergangen. Die Grünen wollen nun auch auf Bundesebene aktiv werden. "Die Kollegen werden auf parlamentarischer Ebene alle Mittel ausschöpfen, um hier die behördliche Starre zu lösen und eine möglichst baldige Anklageerhebung wegen Wiederbetätigung zu erreichen", kündigte die oö. Menschenrechtssprecherin Maria Buchmayr an.

"Persilschein für NVP"

KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner kritisierte: "Die Säumigkeit der Justiz ist faktisch ein Persilschein für NVP und die Reinthaler-Liste zur Fortsetzung ihrer einschlägigen Aktivitäten und damit eine Ermunterung für rechtsextreme und neonazistische Betätigung." Die Justizministerin müsse endlich den antifaschistischen Verfassungsauftrag der Zweiten Republik - festgeschrieben im NS-Verbotsgesetz und im Staatsvertrag - ernst nehmen, verlangte die KPÖ.

Für den ÖGB ist es unerträglich, wie träge die Strafjustiz agiere. Der Bund forderte endlich konkrete Schritte der Staatsanwaltschaften. "Rechte Umtriebe sind keine Lausbubenstreiche, sondern gefährden die Demokratie. Wer nichts dagegen unternimmt, macht sich mitschuldig", sagte Landessekretär Walter Haberl.

Staatsanwaltschaften weisen Kritik zurück

Die Sprecher der Staatsanwaltschaften Linz und Wels haben die Kritik Montag zurückgewiesen, berichtete das ORF-Radio Oberösterreich. Das Ermittlungsverfahren gegen die "Bunten" in Wels sei abgeschlossen, sagte Mediensprecher Christian Hubmer. Der Vorhabensbericht, der über das weitere mögliche Vorgehen entscheidet, sei vor einem Monat an die Oberstaatsanwaltschaft und das Justizministerium geschickt worden.

Das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung arbeite derzeit am Abschlussbericht zur "Nationalen Volkspartei" (NVP), sagte Rainer Schopper, Mediensprecher der Staatsanwaltschaft Linz und Leiter der Ermittlungen gegen die NVP. Die Fertigstellung sei in den kommenden Wochen zu erwarten. Die lange Ermittlungsdauer hänge mit den umfangreichen Erhebungen und der Auswertung der komplizierten Fakten zusammen. Den Vorwurf der Untätigkeit wies er wie Justizministeriums-Sprecher Paul Hefelle zurück. Inhaltlich könne und dürfe man zu den beiden laufenden Verfahren nichts sagen. Der Bericht der Staatsanwaltschaft Wels werde so schnell wie möglich bearbeitet, so Hefelle zum ORF-Radio. (APA)

 

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 291
1 2 3 4 5 6 7
skip it
23
25.2.2011, 07:15
ich denke, man sollte der posetergemeinde nicht vorenthalten, wes ungeistes bangerten die strache-juenger verkoerpern. anbei eine liebreizende antwort des wehleidigen mitposters "AnnoN":..

...
zit.:"in real life hätte ich ihnen jetzt die pappn eingehaun

sie dämliche drecksau, meine eigene familie mußte unter so fascherarschlöchern wie sie eines sind leiden.
halten sie einfach ihr dämliches schandmaul die depperter hund."

starke austeiler, die braunwaehler. uijegerl, aber bei retourkutsch'n mimosenhaft wie maigloeckerln.

AnnoN
22
24.2.2011, 10:15
wo ist mein post?

skip it
13
24.2.2011, 14:06
widerlich weinerlich winselnder waschlappen,...

...wimmert da umanand, weil seine jaemmerlichen postings net binnen stundenfrist erscheinen, un im selben atemzug faeult er in der gegend umanand, weil's leut gibt, die nach ueber jahresfrist endlich a verfahren verlangen.

sie san die lebende veranschaulichung von inkoehaerenz und logorrhoe.

AnnoN
31
24.2.2011, 10:12
was soll denn bitte die zensur hier??

warum darf man hier seine meinung nicht veröffentlichen ?????????????
warum darf ich mich hier der propaganda von extremisten nicht erwehren ????????????ßß

skip it
62
24.2.2011, 11:06
raunz net, sauf!...

Michael Kolhaas
 
010
24.2.2011, 08:06
Bei harmlosen Tierschützern...

... in Wr. Neustadt ist die Justiz wesentlich eifriger unterwegs, als in der Naziszene. Warum wohl...?

AnnoN
51
23.2.2011, 13:06
ganz schön armselig von der redaktion

daß man sich hier nicht gegen angriffe verteidigen darf und besonders schmutzig und tief ist es daß man hier nicht die wahrheit sagen darf

skip it
63
24.2.2011, 12:12
welche "wahrheit"?...

...die des braunen verlogenen g'sindels?

die verharmlosung?

die schoenfaerberei antidemokratischer bestrebungen der strache-aficionados?

des is "wahrheit'" fuer sie? aber auch nur in ihrer "meinung".

schreiben s' "die wahrheit" und ka sau wird sie zensieren.

AnnoN
32
23.2.2011, 12:40
was ist denn mit den neofaschisten in der regierung?

ein problem das alle parteien haben, weil neoliberalismus = faschismus

skip it
12
24.2.2011, 14:07
seit wann san die braunen wieder in aner regierung?...

...hab ich was versaeumt?

a grünes stricherl
 
63
23.2.2011, 16:39
Tschuldigens aber

was sie da betreiben ist dümmlichste Faschismusverharmlosung auf Kindergartenniveau.

Überlegen sie bitte zweimal bevor sie sowas schreiben.

grünfaschist
21
24.2.2011, 00:54
aha, wenn man auf die anfänge die wir uns erwehren sollten

aufmerksam machen, passt es euch nicht. wollt ihr wieder warten bis es zu spät ist ?
scheinbar geht es nur um die kohle

skip it
42
24.2.2011, 12:09
deutsch is a hund fuer die "deutsch"nationalen...

...WESSEN wollen sie sich erwehren?

genitiv! und sowas verlangt deutschkenntnisse von immigranten.

ignorantenbande...

AnnoN
30
23.2.2011, 22:40
weil ihr grünen ja so tolerant seid

skip it
03
24.2.2011, 14:30
im vergleich zu straches bodensatz...

...san die gruenen geradezu freisinnig.

skip it
51
23.2.2011, 14:59
ihre tuerbalken haengen zu tief:...

...sie san wo ang'rennt.

AnnoN
30
24.2.2011, 10:14
habens außer beleidigungen noch was auf lager?

skip it
52
24.2.2011, 11:05
net fuer gossenproleten...

AnnoN
155
22.2.2011, 13:20
die militanten nichtraucher gehören auch verfolgt

warum haben die männer auf dem foto eigentlich die lagerkluft an? finde das echt übertrieben, ich würde mich weigern das nochmal anzuziehen.

tignosa
14
23.2.2011, 13:19
es würde Ihrem geistigen Horizont nicht schaden, wenn Sie mal auf eine Befreiungsfeier gingen!

Ich gebe zu, bei "meiner" ersten Befreiungsfeier (Ebensee 2005) hat mich das auch ein wenig irritiert, weil ich es nicht verstehen konnte.Nach einer Rede eines Überlebenden in voller Montur war es mir klar.Manche haben die ganze Kluft an und auch noch Dinge wie Essgeschirr etc dabei.Andere ein symbolisches Tuch um den Hals und ansonsten normale Kleidung an.Wiederum andere nur normales G'wand. Es ist bei manchen Überlebendenverbänden eine Art Dresscode üblich beziehungsweise auch eine persönliche Sache. Dazu wird niemand gezwungen. Wollen Sie Überlebenden vorschreiben, wie sie sich ihrer Qualen- und der vielen, die NICHT überlebt haben, erinnern sollen? Es gibt zudem nicht EINE Erinnerungskultur, es gibt VIELE, auch wenn es ihnen nicht passt

AnnoN
40
24.2.2011, 10:08

bitte, wo lesen sie heraus daß ich den opfern der ns-zeit etwas vorschreiben möchte?
glauben sie ich wüßte nicht worum es hier geht?
sie gscheithaverl !
das gleiche gilt im übrigen auch für die anderen superobergscheiterl: Tethys und Timagoras

skip it
53
24.2.2011, 12:14
im direkten vergleich mit ihnen...

...ist mein bloeder hund ein einstein.

MissByAMile
01
23.2.2011, 11:59
Gute Besserung!

skip it
30
23.2.2011, 07:41
na, dann ziehen s' es halt NICHT an...

...und was sie davon halten ist aber wirklich wurscht.

Luky Pozzo
02
22.2.2011, 19:05

Grüß Sie, Herr Gemütsakrobat, bleiben Sie bei Ihren eigenen Leisten.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 291
1 2 3 4 5 6 7

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.