Menschenrechtsorganisation kritisiert qualvolle Hinrichtungen

21. Februar 2011, 06:32
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Verwendetes Narkosemittel aus Großbritannien war unzureichend

In den USA sind nach Angaben der britischen Menschenrechtsorganisation Reprieve drei Menschen unter qualvollen Bedingungen hingerichtet worden, weil das verwendete Narkosemittel unzureichend war. Im Oktober seien bei einer Hinrichtung mit der Giftspritze in Arizona die Augen des Verurteilten geöffnet geblieben, sagte der Anwalt und Zeuge Dale Baich am Sonntag in London. Dies deute darauf hin, dass das verwendete Narkosemittel Thiopental versagte und der Mann unter furchtbaren Qualen starb.

Reprieve zählte insgesamt drei Fälle auf, bei denen die Hingerichteten zunächst offenbar bei Bewusstsein blieben. In allen drei Fällen sei das Thiopental von der britischen Firma Dream Pharma geliefert worden. Die Firma liefert das Mittel an die US-Bundesstaaten Kalifornien, Georgia, South-Carolina, Arkansas und Arizona, seit in den USA die Bestände aufgebraucht sind. Reprieve bereitet nun nach eigenen Angaben eine Klage vor dem Obersten Gerichtshof vor, um Dream Pharma zu zwingen, die von ihr gelieferten Narkosemittel zurückzuholen. (APA)

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