Die Gründlichkeit und ein wenig Chauvinismus

20. Februar 2011, 17:46
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FIS-Chef Kasper lobt die WM und den Teambewerb

Garmisch-Partenkirchen - "Ich habe versucht, kritische Punkte zu finden", also sprach Gian-Franco Kasper, "aber ich bin auf keine draufgekommen." Und also lobte der Präsident des Weltverbands (Fis) schon vorgestern die 41. Ski-WM, die gestern in Garmisch-Partenkirchen zu Ende ging. "Es war eine hervorragende WM mit deutscher Gründlichkeit", sagte Kasper.

Der Schweizer hob die "ansprechende Eröffnung" und das "einmalige Publikum" hervor, insgesamt kamen 130.000 Fans. Die Nähe zu Österreich und der Schweiz habe der WM geholfen, die Auslastung der Stadien betrug zwischen 70 und 100 Prozent. Die von einigen Fahrern kritisierte, harte Präparierung verteidigte Kasper. "Ich bin froh, dass wir harte Pisten hatten, sonst hätten wir die letzten Wettkämpfe nicht durchführen können."

Besondere Freude hatte Kasper mit dem Teambewerb. "Ich bin gegen Chauvinismus in der Politik, aber im Sport brauchen wir ein wenig davon. Im Skispringen oder Langlauf sind die Staffeln die Bewerbe Nummer eins. Der Teambewerb war einer der spannendsten WM-Events." Möglich, dass der Bewerb schon 2014 in Sotschi olympisch ist, die Entscheidung fällt im März oder April.

Die WM wird der Münchner Olympiabewerbung 2018 nicht geschadet haben. Alfons Hörmann, der Präsident des deutschen Skiverbands, hofft, dass die Diskussionen um für Olympia notwendige Grundstücke in Garmisch-Partenkirchen bald geklärt sind. Die Entscheidung, wer den Zuschlag bekommt, fällt am 6. Juli beim IOC-Kongress in Durban. Münchens Gegner sind Annecy in Frankreich und Pyeongchang in Südkorea. (APA, red, DER STANDARD Printausgabe 21.2.2011)

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