"Ich hatte zuerst kein gutes Gefühl"

20. Februar 2011, 14:58
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Jean-Baptiste Grange (FRA/Gold): "2009 war ein hartes Jahr für mich. Ich war Favorit und am Ende hatte ich gar nichts. Sich davon zu erholen, war schwer. Und dann kam noch meine schwere Verletzung dazu. Ich habe mich die letzten Tage nur auf das Rennen fokussiert, ich bin sehr glücklich. Ich hatte zuerst kein gutes Gefühl, ich habe mit dem Lauf und mir selbst gekämpft. Im Ziel war ich nicht sicher, ob ich wirklich Erster bin. Ich habe einfach nur versucht, anzugreifen und nicht an die schlechten Dinge gedacht."

Jens Byggmark (SWE/Silber): "Ich habe das Gefühl gehabt, dass ich attackieren muss. Es hat funktioniert, ich bin überglücklich. Ich habe mich um die tiefen Spuren nicht gekümmert, mich nur auf mich konzentriert. Das habe ich sehr gut geschafft. Ich habe hart gearbeitet, hatte viele Probleme. Aber jetzt bin ich zurück."

Manfred Mölgg (ITA/Bronze): "Heute war ich sehr ruhig, aber es ist nicht leicht, in der Entscheidung als Zweiter oben zu stehen. Ich habe immer versucht, Gas zu geben. Aber ich hatte ein gutes Gefühl. Nach Monaten harter Arbeit ist die Medaille da, ich bin überglücklich."

Mario Matt (AUT/4.): "Wenn ich zurückdenke, im Dezember bin ich im Europacup noch mit Startplatz 50 herumgefahren. Jetzt habe ich mich zurückgekämpft, ich muss zufrieden sein. Es war schwer zu fahren. Im zweiten Lauf habe ich alles versucht, der Zeitrückstand aus dem ersten war zu groß, dass kann man nicht aufholen. Natürlich habe ich gehofft, noch aufs Podest zu kommen. Aber es hat der verdiente Sieger gewonnen. Auch Byggmark hat eine schwere Zeit hinter sich, man kann es ihm nur vergönnen."

Manfred Pranger (AUT/9.): "Ich habe mir viel vorgenommen. Aber es funktioniert heuer nicht so, wie ich es mir wünsche. Im Training bin ich sehr gut unterwegs, deshalb war ich positiv eingestellt. Es zipft mich jetzt schon an. Der ganze Winter war schwer. Ich habe nun drei Wochen getestet, aber komme nicht weiter."

Christoph Dreier (AUT/18.): "Die Fahrt war nicht schlecht, aber ein wenig mehr wäre noch gegangen. Ich hätte mir eine Medaille gewünscht, aber die wünsche ich mir weiter. Vielleicht geht es sich in Schladming aus, wenn ich dort dabei bin."

Reinfried Herbst (AUT/ausgefallen): "Die Piste war nicht schuld. Ich habe mich gut gefühlt, die Schläge nicht gefühlt. Für mich war klar: Es kann nur Attacke geben, alles andere ist ein falsches Rezept. Meine Vorbereitung war jedenfalls vernünftig, aber wenn's nicht sein will, will's nicht sein. Wenn man das Stockerl anschaut, sind keine Überraschungsleute vorne."

Hans Pum (ÖSV-Sportdirektor): "Ich bin mit der WM sehr zufrieden, wir haben unsere Ziele erreicht. Wir führen im Medaillenspiegel, wir sind die erfolgreichste Nation. Das haben wir uns vorgenommen. Die Damen haben mich sehr positiv überrascht. Das ist die erfolgreichste WM für eine österreichische Damen-Mannschaft. Aufgrund der vielen Ausfälle bin ich auch bei den Herren mit dem Ergebnis zufrieden.

Was wir mitnehmen, sind vier Startplätze für Schladming, die wir aufgrund der vier Goldmedaillen mitnehmen. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, aufgrund der vielen Ausfälle ist man nicht in Selbstmitleid gefallen, sondern hat den Fokus immer auf die Rennen gesetzt. Jede Leistung für sich war eine Top-Leistung. Besonders groß war der Druck auf Marlies Schild, dass sie dem standgehalten hat, war eine besondere Leistung."

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