Österreichischer Krisenstab sieht Lage um Tripolis "sehr angespannt"

20. Februar 2011, 14:12
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Außenamt rät weiter "dringend" von nicht absolut notwendigen Libyen-Reisen ab

Wien - Der österreichische Krisenstab stuft die Sicherheitslage im Großraum der libyschen Hauptstadt Tripolis als "sehr angespannt" und "unvorhersehbar" ein. Das sagte Außenamtssprecher Peter Launsky-Tieffenthal am frühen Sonntagnachmittag nach einer Sitzung des Krisenstabes gegenüber der APA. Die österreichische Botschaft stehe mit rund 80 Österreichern in Libyen in Kontakt, bei denen es sich vorwiegend um Personen handle, die vorübergehend in dem Land lebten ("Ex-Pats").

Die Transportmaschine des Bundesheeres, die am Vormittag Richtung Malta gestartet war, sei dorthin verlegt worden, um der Einsatzregion möglichst nahe zu sein, damit man kurzfristig Österreicher ausfliegen könne, falls es zu einer Verschlechterung der Lage komme, sagte Launsky-Tieffenthal. Zudem sei ein bis zu zehn Personen umfassendes Unterstützungsteam aus Vertretern des Außen-, des Innen- und des Verteidigungsministeriums "auf Stand-by", das in die Region entsandt werden könne.

"Im Interesse der Sicherheit der Österreicher und Europäer" werden die Reisehinweise des Außenministeriums nach Angaben des Sprechers vorerst dahingehend belassen, dass von nicht absolut notwendigen Reisen nach Libyen "dringend abgeraten" werde. Das Außenministerium hatte am Samstag angesichts blutiger Auseinandersetzunger in Bahrain eine Reisewarnung für die Inselmonarchie im Persischen Golf ausgesprochen. Für Libyen gibt es derzeit noch keine explizite Reisewarnung. (APA)

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