Tausende nahmen Abschied von Peter Alexander

    19. Februar 2011, 17:22
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    Fans verabschieden sich auf dem Wiener Zentralfriedhof von ihrem Idol - 20 Minuten Wartezeit in den Mittagsstunden - Bis zum Abend 5.000 Trauernde erwartet

    Wien - Tausende Fans, Freunde und Prominente haben am Samstag Abschied von Peter Alexander genommen: Der vor einer Woche im Alter von 84 Jahren verstorbene Sänger, Schauspieler und Showmaster war in der Halle 2 des Wiener Zentralfriedhofs aufgebahrt. Auf bis zu 5.000 Menschen schätzt die Bestattung Wien den Ansturm der Anhänger. Darunter befanden sich Kollegen wie ein tieftrauernder Peter Rapp, ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, Filmpartnerin Waltraut Haas ("Im weißen Rößl") oder zahlreiche politische Prominenz wie Bundeskanzler Werner Faymann oder Wiens Bürgermeister Michael Häupl (beide S).

    Bereits vor der offiziellen Öffnung der Halle um 9 Uhr hatte sich eine Schlange mit Trauernden gebildet, über den Tag verteilt riss der Strom der Trauernden nicht ab. Vor der eigentlichen Aufbahrungshalle lagen in zwei blauen Zelten vier Kondolenzbücher aus. "Der letzte große Österreicher", "Letzte Grüße für einen der Größten", "Sie haben eine österreichische Epoche geprägt" oder "Du warst ein Teil meines Lebens und ein großes Vorbild. Lebe wohl!", lauten einige der Eintragungen.

    In der eigentlichen Halle war der Sarg des Entertainers vor einem großformatigen Foto aufgebahrt. Gesäumt wurde die Szenerie von zahlreichen Trauerkränzen, darunter jener des Bundespräsidenten, des Kanzlers, des Wiener Bürgermeisters oder von Kulturministerin Claudia Schmied (S), auf dem zu lesen stand: "In Hochachtung vor einem großen österreichischen Künstler". Mit der Schleifenaufschrift "Dankeschön für all die Jahre - Deine Ariola-Familie", verabschiedete sich auch Alexanders Plattenfirma von ihrem Künstler. Am Ausgang der Halle wurden dann Gedenkbilder mit einem Foto Peter Alexanders verteilt. "Sag beim Abschied leise Servus", stand darauf zu lesen - eine Geste, die viele der Trauernden gerne annahmen.

    Zahlreiche Besucher waren mit Rosen in der Hand erschienen, einige wenige entzündeten Kerzen für den Verstorbenen, viele hatten Memorabilia bei sich. "Er war immer fröhlich und heiter - er hat keine Eskapaden gehabt und nix. Er war halt ein Mensch und ein echter Wiener", erklärte sich ein älterer Anhänger Alexanders gegenüber der APA den Erfolg des Unterhaltungskünstlers. Er verstehe überhaupt nicht, warum dieser von manchen Kritikern angegriffen worden sei, unterstrich auch Karl Kamelander, 67-jähriger Pensionist: "Das war keine seichte Unterhaltung. Die heile Welt ist doch das, was die Menschen glücklich macht!" Eine Schlangennachbarin tröstete sich mit der Musik des Unterhalters: "Seine Lieder werden mich weiterhin begleiten."

    Neben den Trauergästen waren zur Aufbahrung auch Dutzende Medienvertreter aus dem In- und Ausland erschienen. Das Internetportal der Tageszeitung "Österreich", "www.oe24.at", berichtete mit drei Reportern sogar im Live-Ticker von der Aufbahrung. Details zur eigentlichen Beisetzung sind nicht bekannt, wobei sich Alexander ein Begräbnis im engsten Kreis gewünscht hat. Das Familiengrab, in dem bereits Alexanders Ehefrau und seine 2009 verunglückte Tochter ihre letzte Ruhe gefunden haben, befindet sich am Grinzinger Friedhof in Wien-Döbling. (APA)

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      Hunderte nahmen an Wiener Zentralfriedhof Abschied von Peter Alexander.

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      Auch Bürgermeister Häupl war unter den Trauergästen.

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      Peter Alexander verstarb vergangenen Samstag im Alter von 84 Jahren in Wien.

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