Villach zerstört Klagenfurt

18. Februar 2011, 22:34
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6:1 im Derby - Salzburg verliert in Jesenice, Graz in Zagreb - Caps retten Sieg gegen Linz im Penaltyschießen

Der Villacher SV hat am Freitag in der 51. Runde des Grunddurchgangs der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) mit einem 6:1-Heimsieg gegen Leader KAC einen wichtigen Schritt in Richtung Platz vier gemacht. Es war der erste VSV-Heimerfolg im Kärntner Derby seit einem 6:2 am 8. Dezember 2009, danach hatte es gegen den Lokalrivalen auf eigenem Eis drei Schlappen in Folge gesetzt.

Obwohl der durch vier Ausfälle ersatzgeschwächte KAC bereits als Grunddurchgangssieger festgestanden war, sorgten 4.500 Zuschauer für eine ausverkaufte Villacher Stadthalle. Die Gastgeber hatten schon im ersten Drittel mehr vom Spiel, allein es fehlte vor dem KAC-Tor an Effizienz. Prompt gingen die Gäste durch ein von Kalt erzieltes Powerplay-Tor (6.) mit einer 1:0-Führung in die erste Pause.

Hatte die Partie zu Beginn durch viel Tempo begeistert, flachte sie im Mittelabschnitt etwas ab. Die Klagenfurter schienen ohne letztes Engagement zu agieren, auch hatten sie mit Rene Swette nicht ihren Standardgoalie nominiert. Innerhalb von 95 Sekunden drehten die Villacher das Match, Unterluggauer von der blauen Linie (31.) und Ryan aus kurzer Distanz (33.) brachten die Heimischen in Front.

Im Schluss-Drittel drängte der KAC vorerst auf den Ausgleich, doch eine 5:3-Überlegenheit nutzte Unterluggauer mit seinem 20. Derby-Treffer zur Vorentscheidung (55.). Im Finish wurde es sogar noch ein Kantersieg. Damon (57./PP), Raffl (59.) und Toff (60.) sorgten für den Endstand. Der KAC blieb erstmals nach neun Spielen ohne Punktgewinn, für den VSV war es der zweite Derby-Saisonsieg nach einem 5:4 nach Verlängerung am 21. Dezember in Klagenfurt.

Der Abstiegskampf und der breite Rest

Der Kampf um die letzten Play-off-Plätze in der Erste Bank Eishockey Liga bleibt weiter spannend. Sowohl Zagreb (4:3 gegen Graz) als auch Ljubljana und Jesenice (5:4 gegen Salzburg) feierten am Freitag in der 51. und viertletzten Runde Erfolge, selbst Schlusslicht Fehervar, das Ljubljana erst nach Penaltyschießen mit 4:5 unterlag, darf noch ganz leise hoffen. Ljubljana hat weiterhin die besten Karten, liegt als Siebenter nach wie vor jeweils vier Zähler vor Zagreb (8.) und Jesenice (9.).

Fehervar hat freilich nur noch eine rechnerische Chance, müsste dafür alle seine drei ausstehenden Matches im Grunddurchgang gewinnen. Gleichzeitig müssten die Ungarn darauf hoffen, dass Jesenice und Zagreb jeweils immer in der regulären Spielzeit verlieren. Das Freitag-Match in Slowenien verlief etwas seltsam, führten doch die Gastgeber bereits 4:0, ehe die Ungarn innerhalb von 3:29 Minuten auf 3:4 herankamen und dann in der vorletzten Minute auch noch den Ausgleich erzielten.

In den Top Sechs, die bereits vor dieser Runde ihre Play-off-Tickets fix hatten, gab es nur eine Verschiebung. Graz rutschte aufgrund der Niederlage gegen Zagreb hinter Linz auf Rang sechs. Die Vienna Capitals feierten einen 5:4-Erfolg nach Penaltyschießen gegen die Linzer Black Wings, Torjäger Francois Fortier, der den entscheidenden Penalty verwandelte, durfte über einen neuen Rekord jubeln: Mit seinen Treffern 46, 47 und 48 verbesserte er die bisherige Bestleistung in der EBEL um ein Tor, die Dany Bousquet im VSV-Dress in der Saison 2005/06 aufgestellt hatte. (APA)

Ergebnisse der 51. Runde der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL):

VSV - KAC 6:1 (0:1,2:0,4:0). Stadthalle Villach, 4.500 (ausverkauft), SR Bogen. Tore: Unterluggauer (31., 55./PP), Ryan (33.), Damon (57./PP), Raffl (59.), Toff (60.) bzw. Kalt (6./PP). Strafminuten: 12 plus 10 Kaspitz sowie Damon bzw. 16 plus 10 Siklenka

EV Vienna Capitals - Black Wings Linz 5:4 n.P. (2:1,2:0,0:3/0:0,1:0). Wien, Albert-Schultz-Halle, 4.350 (ausverkauft), SR Kellner. Tore: Rodman (5./PP), Fortier (10./PP, 22., entscheidender Penalty), Oraze (31./PP) bzw. P. Lukas (7.), Mayr (43.), Oberkofler (43.), Schwab (50.). Strafminuten: 8 bzw. 6

HK Jesenice - EC Salzburg 5:4 (1:0,3:2,1:2). Jesenice, Dvorana Podmezakla, 2.384, SR Veit. Tore: Ticar (14./PP, 33.), Jeglic (24./PP2), Bayrack (38.), Robar (41.) bzw. Aubin (28.), Puschnik (32.), Latusa (51.), Lynch (57./PP). Strafminuten: 8 bzw. 10

Medvescak Zagreb - Moser Medical Graz 99ers 4:3 (0:1,2:1,2:1). Dom sportova, 6.800, SR Dremelj. Tore: Day (33.), Filewich (37.), Sandrock (48.), Kanaet (56.) bzw. Peintner (1.), Kuiper (22.), Iberer (55.). Strafminuten: 10 plus 10 gegen Macaulay bzw. 10 plus 10 gegen Norris

Olimpija Ljubljana - SAPA Fehervar 5:4 n.P. (1:0,1:0,2:4/0:0 - 1:0). Hala Tivoli, 2.700, SR Berneker. Tore: Hughes (17., entscheidender Penalty), Pance (19.), Hocevar (43./PP), Ropret (43.) bzw. Johansson (44.), Ladanyi (45.), Benk (47.), Tokaji (59.). Strafminuten: 10 bzw. 6.

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