München beantragt Kontoöffnungen in Österreich

18. Februar 2011, 19:35
9 Postings

Staatsanwaltschaft will die Konten der 46 Hypo-Investoren durchleuchten

Wien - Die Münchner Staatsanwaltschaft hat laut "Kurier" in der Causa Hypo Alpe Adria Kontoöffnung in Österreich beantragt. Es soll um die 46 prominenten Investoren gehen, die dem Vermögensverwalter und späteren Hypo-Chef Tilo Berlin Geld für eine Beteiligung an der Bank gegeben haben.

Die Bayern suchen nach Hinweisen, ob die BayernLB beim Kauf geschädigt worden ist. Sie dürften aber mit ihrem Ansinnen kaum Chancen haben, das österreichische Bankgeheimnis erlaubt Konteneinsicht nur dann, wenn gegen die Inhaber strafrechtliche Ermittlungen laufen. Das ist - mit Ausnahme von Berlin selbst - aber bei keinem der Investoren der Fall.

Vermutet wird bei der Staatsanwaltschaft München auch, dass der damalige BayernLB-Chef Werner Schmidt beim Verkauf selbst verdient haben könnte, seine Konten wurden von den Ermittlern bereits überprüft. Berlin wollte zu dem Thema nicht Stellung nehmen.

Ex-Mayr-Melnhof Chef Michael Gröller, der ebenfalls in die Bankbeteiligung investiert hat, hält laut "Kurier" Konteneinsicht für "völlig absurd". "Sämtliche Ein- und Auszahlungen sind transparent", erklärte er. Zwischen seinem Einstieg und der Rückzahlung des Investments sei außerdem mehr als ein Jahr vergangen, es falle nicht einmal Spekulationssteuer an. (APA)

Share if you care.